19.05.2018

Die Swans sind im Finale!

Die Swans liefern sich einmal mehr ein äußerst intensives und enges Semifinale gegen die Lions. Am Ende trifft man die wichtigen Würfe und kann damit auch Spiel 3 für sich entscheiden. Im Finale wartet nun der große Titelfavorit Kapfenberg.

Zum Spiel: Nach einem guten Start der Schwäne (6:2, 2.) gelingen den Lions sieben Punkte in Folge (6:9, 4.). Die Swans, die ihre ersten vier Körbe alle von Downtown machen, holen sich mit 12:11 die Führung zurück (5.). Danach bleibt es ausgeglichen und die Defense beginnt auf beiden Seiten zu dominieren. In den letzten vier Minuten des Auftaktviertels gelingt den Swans dadurch nur mehr ein Korberfolg, den Lions immerhin zwei - damit haben sie nach 10 Minuten die Nase auch mit 18:16 vorne. 

Das zweite Viertel verläuft relativ ereignislos: Die Lions sind fast ständig zwischen zwei und vier Punkten voran, mit einem Dreier von Daniel Friedrich kurz vor der Halbzeitpause gelingt den Hausherren aber dann doch noch der Ausgleich und es geht mit einem 32:32-Unentschieden in die Kabinen.

Dort scheinen nur die Betreuer der Lions die richtigen Worte zu finden, denn die ersten Minuten nach Wiederbeginn gehören ganz klar Traiskirchen, das mit 9:2 ins dritte Viertel startet. In der 23. Minute gibt es beim Stand von 34:41 daher schon eine Gmundner Auszeit. Die zeigt Wirkung, die Swans können einen 7:0-Lauf starten - in der 25. Minute ist die Begegnung damit wieder ausgeglichen (41:41) und die Lions bitten zum Timeout. Das bringt keine Wende, insgesamt gelingt den Hausherren nämlich ein 14:0-Run bis zum 48:41 (27.). Die höchste Gmundner Führung in diesem Viertel gibt es in der 29. Minute (54:46), ehe Shawn Ray mit fünf Punkten in Folge das Spiel wieder spannend macht. Die letzten Punkte im Viertel gelingen dann wieder den Schwänen, die mit einem 58:51-Vorsprung ins vierte Viertel gehen.

Damit ist die Begegnung aber noch lange nicht entschieden: Die Lions starten in den Schlussabschnit mit einem 8:0-Lauf und holen sich in der 33. Minute die Führung zurück (58:59). Mit zwei Dreiern in Folge gewinnen die Swans die Kontrolle aber wieder (66:61) - und sehen nach dem 76:65 in der 39. Minute wie die sicheren Sieger aus. 

Aber nicht in dieser Serie der verspielten großen Vorsprünge: Den Lions gelingen - begünstigt durch einen Turnover und ein Foul der Swans - innerhalb weniger Sekunden sechs Punkte und beim Stand von 76:71 in der 39. Minute wird es noch einmal spannend. Doch auf der anderen Seite lassen die Lions einen Offensivrebound der Schwäne zu, der prompt mit einem Dreier bestraft wird - und ein anschließender Traiskirchner Ballverlust entscheidet das Spiel, und damit die Halbfinalserie, endgültig.

Fazit:
Ein für diese Serie wenig überraschend kurioses Spiel: Zunächst eine erste Halbzeit, in der die Schwäne 16 Würfe vom Dreier nehmen und nur fünf Würfe vom Zweier. Dazu eine negative Turnover-Bilanz von 8:2 – angesichts dieser Zahlen war das Unentschieden zur Halbzeit ein Erfolg.

In der zweiten Halbzeit gab es dann eine Auszeit zur rechten Zeit (danach folgte ein 14:0-Lauf), eine ausgewogenere Offensive – und die fast schon gewohnte Zitterpartie am Ende mit einigen haarsträubenden Ballverlusten. Damit sind wir auch schon beim wichtigsten Punkt für das Finale – solche Aussetzer werden die Bulls sicher mehr bestrafen als es die Dukes im Viertel- und die Lions im Halbfinale getan haben. Daran muss man arbeiten, will man eine Chance in der ersten Best-of-Seven-Serie der Gmundner Vereinsgeschichte haben.

Endstand: 84 : 77 (16:18, 32:32, 58:51) für Gmunden

Für Gmunden: Murati 21, Gaidys 15, Friedrich 14, Linortner 13, Klette 12, Rountree 7, Wesby 2

Für Traiskirchen: F. Trmal 21, Ray 16, Brkic u. Güttl je 13, Danek 5, Andjelkovic 4, Duck 3, M. Trmal 2