27.12.2019

Interview Lukas Schartmüller

Er ist im wahrsten Sinne des Wortes der neue "Shooting Star" der Saison und hat sogar in der Starting Five seinen Platz gefunden! Für Luki Schartmüller eine prägende Wende in seiner Karriere, wir freuen uns mit ihm...!

Nun bist du ein „Älterer“ unter den Jungen. Um in der Bundesliga aufzurücken war auch viel Geduld nötig, vor allem wenn es ein Team mit hohem Anspruch, vorne dabei zu sein, ist. Was rätst du einem jungen Spieler?
Am wichtigsten ist es meiner Meinung nach immer den Spaß am Basketball zu behalten. Wenn es mal nicht so gut läuft, soll man auch nicht zu hart zu sich selbst sein, wenn es sehr gut läuft, aber auch nicht zu euphorisch. Außerdem hilft es mir sehr, wenn ich etwas neben dem Basketball habe, bei dem ich den Kopf auch mal vom Sport frei bringe, wie zum Beispiel Zeit mit meiner Freundin, Freunden oder der Familie verbringen, oder auch beim Studium.

Jetzt ist es endlich soweit und du hast dich zu einem fixen Bestandteil der Bundesligamannschaft hochgearbeitet. Also es hat sich ausgezahlt?
Ja! Jedes Mal, wenn ich in der VBA vor unseren Fans einlaufe weiß ich, dass es sich ausgezahlt hat. Ich finde es einfach cool in meiner Heimatstadt vor Familie, Freunden und Bekannten von mir Basketball spielen zu können.

Du wirkst in dieser Saison in deinem Tun und deinen Entscheidungen im Spiel viel sicherer. Ist es Erfahrung oder hast du einen Geheimtipp?
Der Coach hat mir von Beginn an sehr viel Vertrauen entgegengebracht und auch unser Teamplay ist dieses Jahr etwas besser geworden. Ich denke, dass ich dadurch einfach mit mehr Selbstvertrauen als in den letzten Saisonen aufs Feld gehe.

Wie hat sich deiner Meinung nach das Team verändert?
Unsere Neuzugänge haben sich alle sehr gut eingefügt und die restlichen Jungs haben über den Sommer auch hart trainiert. Man merkt, dass jeder dem Team helfen will und unsere Teamchemie am Feld ist auch super. Es gibt nur sehr wenige Einzelaktionen und auch in der Defense versuchen jetzt alle an einem Strang zu ziehen.

Ein Blick hinter die Kulissen sei erlaubt. Hat Euch Euer gutes Abschneiden beim Alpe Adria eigentlich selbst überrascht? Nationalteam Jugend war es schon, aber was bringt es dir persönlich auch in der höchsten Männer Spielklasse auf internationalem Parkett zu spielen.
Nachdem wir den Alpe Adria Cup sehr ernst nehmen, hat mich unser positives Abschneiden nicht wirklich überrascht. Es ist eine spannende Erfahrung, vor allem weil man seine Gegenspieler ja kaum kennt, im Gegensatz zur österreichischen Liga. So bringt es jedem Spieler einfach noch mehr Spielpraxis und Erfahrung.

Man findet dich privat immer wieder bei Spielen (z.B. Sun & Fun) auf der Coach Bank. Wäre das etwas für dich, es schaut aus als wäre das ebenfalls eine Leidenschaft von dir einmal auf der anderen Seite zu stehen?
Das könnte ich mir durchaus vorstellen, Matze Linortner und ich haben schon öfter gescherzt, dass wir später einmal gemeinsam coachen wollen. Aber das wird noch ein bisserl dauern...

Du hast ja schon einige Coaches miterlebt und jeder hat sicher andere Ansätze, um Basketballwissen zu vermitteln. Versuchst du eher als Sportler etwas zu lernen oder auch im Umgang mit einem Team als Coach?
Ich versuche sowohl als Sportler, als auch als Mensch zu lernen. Jeder Coach geht mit seinen Spielern anders um und von jedem kann man etwas lernen. Aber der Fokus liegt klar im sportlichen Bereich.

Du bist, soviel ich weiß, mit Jungwirth Philipp Gründungsmitglied eines Boccia Vereins in Altmünster. Wie kam das zustande und ist es ein Ausgleich für dich? Vom Ball zur Kugel – unterschiedlich oder doch Gemeinsamkeiten?
Ja das stimmt. Boccia ist neben Basketball eine meiner Lieblingssportarten geworden und gemeinsam mit ein paar Freunden kam dann die Idee einfach einen Verein zu gründen. Boccia ist der perfekte Ausgleich zum Basketball, da vor allem die mentalen Fähigkeiten im Vordergrund stehen und die körperliche Ertüchtigung eher minimal gehalten wird. Aber auch Gemeinsamkeiten zum Basketball bestehen, wie der Wurf von kugelförmigen Objekten oder der regelmäßige Einsatz von Trash Talk. Wer jetzt Lust bekommen hat unserem knapp 30-köpfigen Verein beizutreten, schreibt uns am besten an bocciagurus@gmail.com oder folgt uns auf Instagram.

Als Eigenbauspieler kennt man auch seine Fans, was willst du ihnen noch mitgeben?
Danke an alle Swans Fans für den tollen Support, wir haben in Gmunden wirklich die besten Fans der Liga!

Danke für Deine Zeit!
Eva Franke