22.01.2019

Interview Lukas Schartmüller

Er bekommt als Bankspieler schon einige Minuten Spielzeit zuerkannt und hat sich in der Gmundner Rotation schon einen Fixplatz erobert. #11 Lukas Schartmüller im heutigen Interview!

Schartmüller, der Name ist ja eine Institution in der Gmundner Basketball Geschichte. Mittlerweile fasst auch du immer besser Fuß im Bundesligakader und wirst mit Spielzeit belohnt. Ein harter Weg….?
Ja da muss man schon viel Arbeit investieren. Sobald man es in den Bundesligakader geschafft hat, will man ja auch Spielzeit bekommen und dazu muss man ständig an seinem Spiel arbeiten. Die Doppelbelastung durch mein Studium macht das ganze natürlich nicht gerade leichter. Am Ende ist es die ganze Mühe aber Wert, da mir Basketball im Moment trotz des großen Aufwands auch viel Spaß macht.

Du stehst nun nicht selten einem Spieler mit einem großen Namen im Basketballsport gegenüber, was bedeutet es für einen jungen Athleten die „Ehrfurcht“ abzulegen?
Mittlerweile habe ich ja doch schon über 100 ABL - Partien absolviert und es sind kaum Spieler in der Liga, gegen die ich nicht schon gespielt habe. Trotzdem ist der Respekt vor manchen „Veteranen“ etwas größer, aber mit der Zeit lernt man, sich davon nicht beeinflussen zu lassen. Respekt ist schon wichtig finde ich, aber er darf am Spielfeld nicht zu groß sein.

Du wirkst in dieser Saison viel sicherer und schneller. War es die Vorbereitung oder wird es nun schon etwas Routine? Wie schätzt du dich ein, gibt es noch etwas woran du „feilen“ möchtest?
Ich habe im Sommer schon vor der Vorbereitung viel und hart trainiert und bin froh das es nicht umsonst war. Trotzdem gibt es noch viel an dem ich arbeiten möchte, in der Defense muss ich noch robuster werden und auch in der Offense möchte ich vielseitiger agieren und konstant meine Würfe treffen.

Du bist ja ein sogenannter Halbprofi, das heißt man muss neben dem Basketball seine Zeit auch für Arbeit, in deinem Fall Studium, aufbringen. Wie bringst du das unter einen Hut, denn als Gmundner gehört auch einiges an Fahrtzeit zum täglichen Brot?
Das stimmt auf jeden Fall, ich fahre pro Woche drei mal nach Salzburg auf die Uni, da gehen ca. 10 Stunden reine Fahrzeit im Zug drauf. Vor allem wenn wir bis 22:30 trainieren und ich am nächsten Morgen um 6:20 im Zug sitzen muss fällt es einem manchmal schon schwer. Aber mir war es von Anfang an wichtig mich nicht ausschließlich auf Basketball zu verlassen, das wäre in Österreich meiner Meinung nach etwas kurzsichtig, und ich würde mich jederzeit wieder dafür entscheiden.

Ich denke, du hast dir trotzdem neben all dem Aufwand einen Lebenstraum erfüllt? Vom Mini bis in die Bundesliga, wie fühlt sich das an? Hattest du je Zweifel dies zu schaffen?
Es ist für mich ein sehr schönes Gefühl bei meinem Heimatverein spielen zu können. Man hat natürlich ab der u10 den Traum des Bundesligateams vor Augen, aber ich habe mir nie so viele Gedanken darüber gemacht, ob ich es schaffe oder nicht. Das Ganze entwickelte sich ja in kleinen Schritten und mit 12 oder 13 machte ich mir noch keine Gedanken über die Bundesliga, da ging es für mich hauptsächlich darum Spaß zu haben.

Was würdest du der nachkommenden Generation raten, um dieses Ziel zu erreichen?
Zu erst muss einem der Basketballsport Spaß bereiten, sonst wird einem irgendwann die Motivation ausgehen. Dann habe ich immer versucht, in so viele Trainings wie möglich zu gehen und Schule und Basketball so zu koordinieren, dass beides erfolgreich betrieben wird. Bin schon gespannt, wer es als nächstes aus dem Nachwuchs zu uns ins Team schafft :D

Luki, danke für Dein Interview!
Eva Franke