02.09.2017

Interview mit Harald Vonbun

Und schon wieder lassen die Swans eine "Bombe" platzen! :D Auch beim Nachwuchs wird es mit der Ernennung von Harald Vonbun zum sportlichen Leiter Nachwuchs eine wesentliche Veränderung geben.

Nach vielen Jahren zieht sich nun auch Hannes Kienesberger  in den rein organisatorischen Bereich zurück, Harry dagegen will frischen Wind und viele neue Ideen verwirklichen. 

Für all jene die dich noch nicht kennen, stellst du dich bitte vor?
 

Mein Name ist Vonbun Harald ich bin 36, Meisteroptiker und Kontaktlinsenspezialist. Geboren und aufgewachsen in Bludenz/Vorarlberg habe ich mich 2004 entschieden die HTL für Optometrie in Hall zu besuchen. Ich habe zwei ältere Brüder, und drei Patenkinder. Seit 2007 lebe ich jetzt in Gmunden, verheiratet bin ich quasi mit dem Basketball. Arbeite ich nicht oder stehe ich nicht in der Halle, reise und koche ich sehr gerne.

Du kennst den Basketballsport unter anderem auch von der Seite eines aktiven Spielers und Schiedsrichters. Kannst du uns ein bisschen mehr von deiner Karriere mit dem BBsport erzählen?

Angefangen habe ich mit ca. 11/12 Jahren über die Schule und habe sofort Feuer gefangen. In einem Team zu spielen, es zu unterstützen oder anzuführen hat mir gleich gefallen. Nicht überaus talentiert habe ich mich trotzdem nach oben gearbeitet. Nach ein paar Jahren habe ich dann den ersten Schirikurs gemacht. Warum? Ganz einfach! ich wollte alles über Basketball wissen. Ich habe auch viel Zeit am Schreibertisch verbracht um dazuzulernen. Mit ca. 16 Jahren habe ich das erste Team als Trainer übernommen.

Mein Einsatz und mein Trainingswille ermöglichte es mir schon als U16 Spieler mit der Herren Landesliga mitzuspielen, Regionalliga West (die besten Landesligateams aus Vorarlberg Tirol und Salzburg). Eine Verletzungsserie hat meine Karriere als Spieler beendet.

Kurz vor dem Sprung Richtung Bundesligaschiedsrichter hatte ich doch nicht die Ambitionen es durchzuziehen. Beim Trainerkurs zur B Lizenz hatte ich dann den ersten Kontakt zum Gmundner Basketball mit Wimmer Bernd jun. und Chris O’Shea. Als ich schließlich in Gmunden gelandet bin stand für mich fest, dass ich mich endgültig auf das „Trainersein“ konzentrieren möchte.

Berufliche Veränderung hat dich eher zufällig nach Gmunden gebracht und es hat nicht lange gedauert bis du ein Teil und Mitarbeiter unserer Swans Familie geworden bist. War der damalige Basketballhype ein guter „Nährboden“ für deine Entwicklung?

Nach meinem Umzug kontaktierte ich Bernd jun. der mich gleich zum Sun & Fun Turnier 2007 einlud und mir Hannes Kienesberger vorgestellt hat. So bin ich nun seit der Saison 2007/08 ein Trainer der Swans. Für mich war Gmunden der ideale Einstieg in den „ernsthaften“ Basketball, ich habe viel gelernt und lerne noch immer jede Saison dazu. 

Gibt, oder gab es einen Trainer der dich besonders geprägt hat, ein Vorbild dem du nacheiferst?

Natürlich, jeder Trainer sieht sich die Arbeit der anderen an und „klaut“ für sich etwas und adaptiert es dann. Ich habe in meiner Zeit in Gmunden sehr viel gelernt. Die ersten Jahre habe ich viel mit Chris O’Shea gearbeitet, am meisten habe ich jedoch sicher von Bernd Wimmer jun. gelernt, er hat mir immer wieder sehr viel geholfen. Natürlich haben mich auch Bernd Wimmer sen. und Witold Zagorski beeinflusst. An dieser Stelle muss ich aber auf jeden Fall Kresimir Basic erwähnen, er gab mir die Chance Einblicke ins „Profigeschäft“ zu nehmen, was mir extrem viel weitergeholfen hat.

Viel Verantwortung wartet auf dich. Was werden deine zukünftigen Aufgaben sein?

Ja das sehe ich auch so. Ich habe mir das gut überlegt und sehr lange und viele Gespräche geführt bevor ich zugesagt habe. Meine / unsere Aufgabe/n sind sehr vielseitig. Wir müssen es schaffen, dass viele Kinder Basketball spielen und alle das finden was sie bei uns suchen. Von „einfach etwas Sport betreiben“ über „ich möchte Profi werden“ muss alles abgedeckt werden. 

Wir möchten auch einen sozialen Auftrag an der Gesellschaft erfüllen. Es geht nicht nur um Siege oder Titel, das ist sehr schön, wichtiger für mich sind die Begegnungen mit den Menschen in dieser Zeit. Wenn man einem jungen Menschen etwas Halt geben kann in einer schwierigen Zeit, hat sich die ganze Saison schon rentiert. Ich werde den sportlichen Weg vorgeben und schauen, dass wir das Bestmögliche mit unseren Mitteln herausholen. Ich habe viele Ideen, teilweise habe ich schon in den letzten Saisonen damit angefangen und das soll so weitergehen. 

Was erwartest du von deinem Trainerstab?

Ich erwarte von meinen Trainern nichts was ich nicht auch von mir erwarten würde. Das heißt es wird eine harte Saison ;)  Nein, ich erwarte bzw. hoffe, dass die Jungen lernwillig und motiviert sind, dass die erfahrenen Trainer mit guten Beispiel vorangehen und alle zusammen eine tolle Saison haben. Ich werde versuchen die nebenberuflichen Trainer so gut wie möglich zu unterstützen, dass Basketball auch in ihren Tagesablauf passt. Von einem Profitrainer erwarte ich nichts, was ich nicht auch von einem Mitarbeiter in einer Firma erwarten würde. Alle Trainer sollten das Augenmerk darauf legen die Spieler zu entwickeln. Wenn wir diesen Weg gehen werden Siege dann von selbst kommen. Egal welches Team wo antritt, wir wollen fair aber intensiv spielen. Wir werden höflich und respektvoll auftreten und die Coaches werden dafür Sorge tragen.

Harald Vonbun Kontakt:

Email: vonbun.harald@cable.vol.at

Danke für das Interview!
Eva Franke