16.10.2017

Interview mit Jordi Guàrdia Melé

Mit unserem neu engagierten hauptamtlichen Jugendtrainer Jordi möchten die Swans ihr Nachwuchsprogramm weiter aufbauen um den Gmundner Basketball auch für die Zukunft mit der "Marke Eigenbauspieler" zu rüsten. Wir heißen ihn in unserer Swans Familie herzlich willkommen und bedanken uns für sein erstes Interview....

Kannst du dich bitte vorstellen?

Ich bin in der wunderschönen Stadt Lleida im Westen Kataloniens geboren. Mit dem Auto ungefähr eineinhalb Stunden von Barcelona entfernt. Ich habe einige für mich wichtige Dinge wie Familie, Lebensgefährtin und Freunde zurückgelassen. Nachdem ich die Schule beendet hatte, begann ich an der Universität Sozialarbeit zu studieren, aber aufgrund einiger Umstände (mitunter Basketball) habe ich es nicht komplett beendet. Zuletzt arbeitete ich in einer Stiftung mit Menschen mit intellektueller Beeinträchtigung, eine Erfahrung die ich jedermann, wenn er die Möglichkeit dazu hat, empfehlen kann.

Wie war dein „Weg“ bis jetzt mit Basketball?

Ich hatte viele verschiedene Jobs und immer habe ich es mit Basketball verbunden, denn seit Jahren weiß ich das was ich am liebsten machen möchte ist, wenn es möglich ist, der beste Coach zu werden.

Ich spielte selbst Basketball, begann allerdings spät es ernsthaft zu betreiben und war ein eher schlechter Spieler. So entschied ich mich Trainer zu werden, weil ich sah, dass ich es mehr mochte als zu spielen. Ich denke es war nicht so sehr das Spiel selbst sondern der Reiz zu lehren und bei der Entwicklung zu helfen um die höchste Stufe zu erreichen. Ich sagte immer, wenn ich kein Basketball Coach geworden wäre, wäre es wahrscheinlich ein anderer Sport, die Frage ist das Training. 

Du bist in Gmunden als professioneller Jugendtrainer. Was sind Deine Erfahrungen als Trainer bisher?

Ich habe mit 16 Jahren in meiner alten Highschool begonnen und seither ist es meine 14. Trainersaison, meistens mehr als ein Team. Ich trainierte Jugend, Burschen und Mädchen. Auch Erwachsenenteams, beides Damen und Herren, vor allem in den letzten Jahren. Meine letzten Clubs waren CB Alpicat, CB Lleida und Forca Lleida. An allen drei Stationen war ich sehr zufrieden, aber vor allem begleiten mich gute Erinnerungen an die letzten 2 Jahre in Alpicat, wo wir im wirklich letzten Moment den Klassenerhalt geschafft haben und das in einer sehr schweren Kategorie ähnlich dem „Copa Catalunya“ und das mit einem sehr jungen Team.

Was ist deine Philosophie als Coach, was sind deine Ziele mit unseren Spielern und unseren Teams?

Meine Philosophie fokussiert sehr an den Spielern. Das wichtigste für mich ist, dass sich jeder Spieler so gut entwickelt wie er nur kann. Das ist der einzige Weg für das Team dann besser zu spielen. Wenn du im Stande bist einen großartigen „Cut“ zu machen, aber dein Mitspieler macht einen „schlechten Pass“, dann ist es beiderseits unmöglich auf dem Court gut zu kommunizieren. Daher müssen wir Wert legen auf Fundamentales, besonders bei den jungen Teams als auch den jungen Erwachsenen Spielern. Das ist der einzige Weg, dass Teams besser werden, die Entwicklung der Spieler selbst. 

Deine Heimat ist berühmt für seinen Sport und seinen Enthusiasmus dafür. Gibt es einige Basketball Idole denen du nacheiferst?

Der Level des Spanischen Basketball und da besonders in Katalonien ist sehr hoch, vor allem in den vergangenen Jahren. Es läuft sehr gut und das Geheimnis ist die Vielzahl an Aktiven, nach Fußball ist es der Sport mit den meisten. Ich würde sagen, das was einen Spieler bei uns auszeichnet sind ihre Fähigkeiten, sowohl an Grundlagen als auch in der Bewegung am Court. Ich mag viele Spanische Trainer und den Weg wie sie arbeiten, aber besonders bewundere ich Aíto Garcìa Reneses, Pedro Martínez, Sito Alonso, Pepe Laso und Ricard Casas. 

Der Swans Basketball Club, was sind deine ersten Eindrücke?

Meine ersten Eindrücke sind, ich denke in einem Land wie Österreich wo Basketball nicht so populär ist wie woanders, dass Gmunden den Basketball dank der Swans „atmet“. Die ganze Stadt ist mit dem Club verbunden und der Club ist gleichzeitig verbunden mit der Stadt. Ich bin mir sicher, dass das in keiner anderen Stadt in Österreich so gegeben ist. Das Auftreten aller Leute im Club ist sehr ehrenhaft, gemeinschaftlich und unkompliziert. Wenn du fern von den Deinigen bist, dann kann man nur dankbar sein in so einem Club wie diesem zu sein.

Kurze Zeit bist du nun hier in Gmunden. Bist du schon ein bisschen angekommen, wie gefällt es dir?

Gmunden ist eine wunderschöne Stadt, die Menschen sind sehr freundlich und jeder hilft einem, wenn du etwas brauchst. Es ist eine kleine Stadt aber man hat alles. Der See, die Berge, das Schloss, Einkaufsmöglichkeiten, gute Restaurants zum Essen. 

Das Wetter ist sehr unterschiedlich. Hier ist es wirklich Herbst, mit viel Regen und viel Feuchtigkeit und ich denke, dass der Winter und der Schnee bald kommen werden. Wie auch immer, hier zu leben ist eine gute Erfahrung.

English version:

Please can you introduce yourself? 

I was born in the beautiful city of Lleida, in the west of Catalonia. About an hour and a half from Barcelona by car. In Lleida I have left many things important to me; family, couple and friends. When I finished secondary education I started studying social work at the University but for a number of circumstances (including basketball) I did not finish it completely. The last one was as a worker of a Foundation where we worked with people with intellectual disabilities, an experience that I recommend to everyone if you have the opportunity.

How was your way with Basketball till now? 

I have done a lot of jobs but always combining them with basketball because for years I know that what I love to do is try to become the best coach possible.

I played basketball, I started late to do it seriously and I was a very bad player. So I decided to train because I saw that I liked it more than playing. I really think it's not so much for the game, but for the desire to teach, to help improve, and to compete at the highest level. I always say that if I were not a basketball coach I might have been the coach of another sport, the question is to train.

You be in Gmunden as professional youth coach. What are your experiences working as a trainer?

I started training at age 16 in my old highschool and since then it's been 14 training seasons, most of them training more than one team. I have trained youth teams, boys and girls. And also senior teams, both women and men, especially the last years. My last clubs have been CB Alpicat, CB Lleida and Força Lleida. In all 3 places, I have been very pleased, but especially I have a very good memory of the last 2 years in Alpicat, saving the category at the very last moment, in the last match, in a very tough category like the Copa Catalunya and with a very young team.

What is you philosophy as a coach, what are your goals with the players and teams?

As a philosophy, I am very focused on the player. The most important thing for me is that each player improves as much as he can. This is the only way for teams to play better then. If you are able to make a great cut but your teammate makes a bad pass it is impossible for them to communicate well on the court. Therefore, we must focus on the fundamentals, especially in youth teams and senior youth players. This is the only way that teams are better, improving players.

Your homecountry is famous for its sports and the enthusiasm with it. Are there any BB ideals you follow?

The level of Spanish basketball, and in particular Catalan, is very high, especially in recent years. It works very well and the secret of all is that there are a large number of licenses, after football is the sport that has most. I would say that what defines players there, is their ability in the basics and running the court. I like many Spanish trainers and their ways of working, but especially I like Aíto Garcìa Reneses, Pedro Martínez, Sito Alonso, Pepe Laso and Ricard Casas.

The Swans Basketball Club, what are your first impressions?

My first impressions are that I think in a place like Austria, where basketball is not as famous as elsewhere, Gmunden breathes basketball thanks to the Swans. The whole city is involved with the club and the club is at the same time involved with the city. I'm sure there is no reality like this in Austrian basketball. The club is very familiar and it is very easy to find oneself very well. The treatment of all the people of the club is very honest, near and easy. When you are far from yours, you are grateful to be in a club like this.

Short time you are here in Gmunden. Did you settle a little bit, how do you like it?

Gmunden is a beautiful city, people are very kind and everyone helps you if you need it. It's a small town but you have everything. The lake, the mountain, the castle, places to buy and good restaurants to eat. 

The weather is quite different. Here is really autumn, with a lot of rain and a lot of humidity and I imagine that winter and snow will soon arrive. However, living in it is a good experience.

Thanks for this introduction of your person!

Eva Franke