19.09.2018

Interview mit Nabil Murad

Mit Nabil Murad freuen sich die Swans den neuen Nachwuchscoach vorstellen zu dürfen. Herzlich willkommen in Gmunden Nabil!

The Swans are glad to introduce the new youth coach Nabil Murad. Heartful welcome in Gmunden Nabil!

Bitte stelle dich selbst vor!
Mein Name ist Nabil Murad und ich bin von Dublin / Irland. Ich habe 5 Brüder und doch, überraschenderweise, ist keiner im organisierten Sport involviert, geschweige denn im Basketball. Ich habe seit ich 18 bin Basketball gecoacht, in verschiedenen Levels also auch in verschiedenen Ländern. Ich liebe Sport, weil er Barrieren niederreißt. Zusätzlich stellt er eine Plattform für grundsätzliche Lebenseinstellungen für alle Athleten dar. Das ist einer der Hauptgründe warum ich für mich viel in den Sport investiert habe. Er erlaubt mir zu helfen und auf das Leben anderer Menschen einzuwirken, hoffentlich in einem positiven Sinn.

Hast du Basketball gespielt, als Hobby oder professioneller Spieler?
Ich wurde mit 17 in den Basketball eingeführt. Ich suchte nach einem neuen Sport nachdem ich mich beim Fußballspielen verletzt hatte. Das war als die “And1” Mixtapes (Anm.d.Red: ein Basketballevent) ihre Runden machten und jeder versuchte Streetball Spieler zu werden. Die Leuchtkraft des Spieles war es das mein Interesse weckte. Ich versuchte ein bisschen zu spielen aber ich war nicht sehr gut. Die meisten meiner Freunde in diesem Stadium spielten das Spiel und waren gut darin. So war ich eben mit meinen Freunden zusammen, wenn sie spielten, ich versuchte mitzuspielen und hoffte, dass sie mir den Basketball zupassen. Weil ich so spät begonnen habe spielte ich nie wirklich in einem hohen Level und spielte BB hauptsächlich als Hobby.  

Seit wann bist du Basketball Coach, mit welchen Teams und welchen Altersstufen hast du gearbeitet? Erzähle uns etwas über deine bisherige Karriere. 
Ich begann mit 18 Jahren zu coachen. Ein Jahr vorher kam ich zu diesem Sport und trat einem Team bei um zu spielen und meine Fertigkeiten zu entwickeln. Unglücklicherweise mühte sich das Team umsonst einen Coach zu bekommen. Also brachte ich mich ein und entschied, dass ich der Mannschaft helfen und ein Player-Coach sein werde. Wir hatten einige großartige Spieler die auf hohem Niveau spielten und ich lernte von ihnen viel über das Spiel. Zusätzlich machte ich einige Trainer Kurse um mich als Coach weiter zu entwickeln.
Nach einigen Jahren mit dieser Männer Mannschaft bekam ich einen bezahlten Job als Coach bei einem Damen Basketball Club. Ich war über 5 Jahre in diesem Verein und arbeitete sowohl mit der Jugend, im Damenbereich als auch mit dem Super-Liga Team. Meine Jahre in Irland gaben mir selbst viele Gelegenheiten weiterhin viel über das Spiel dazuzulernen und ich trainierte verschiedenste Jugendteams auf Club Level. Ich coachte an Schulen, Colleges, in regionalen Teams und regionalen Akademien. 

2012 wurde ich gebeten mit dem irischen U16 Mädchen Team zu arbeiten was eine großartige Gelegenheit war mich zu vernetzen und meine Entwicklung als Coach voranzutreiben. Ich war 2 Jahre lang in diesem Programm und wir traten bei den Europäischen Meisterschaften 2014 an. Nach diesem Turnier hatte ich das Glück, auf meinem Weg mehr über das Spiel zu lernen, eine weitere Gelegenheit zu bekommen. Ich war in den USA auf der Bishop O’Connell High School. 

Im Sommer 2016 leitete ich das irische U16 National Team bei den europäischen Meisterschaften. Dort traf ich auf Harald Vonbun (ein bisschen später). Nach den Europameisterschaften wechselte ich in die U.K. (Anm.d.Red. Großbritannien) um meinen Master in Sport und Bewegungspsychologie zu absolvieren und arbeitete beim Leichester Riders Basketball Club und an ihrer Akademie in Charnwood College.

Du hast schon mit deinen Trainings begonnen? Was wird der Fokus in der Arbeit Nabils mit den Jugendteams?
Jedes Team ist anders und es ist sehr wichtig zu verstehen worum es bei jedem einzelnen Spieler im Team geht. Ich glaube daran Spieler ganzheitlich zu entwickeln und jedem Spieler ein herausforderndes Umfeld zu bieten in dem er seine Fähigkeiten und die Liebe zum Spiel weiterentwickeln kann. Die Liebe zum Spiel ist wirklich wichtig. Wenn ein Athlet das Spiel liebt, dann wird er sich bemühen selbst zu spielen und voranzukommen, auch wenn kein Coach vor Ort ist. Mein Fokus ist darauf gerichtet psychologisch gesunde und belastbare Spieler zu formen die Widrigkeiten annehmen und immer wieder nach Lernmöglichkeiten suchen.
Ich bin als Coach sehr defensiv eingestellt, also denke ich, dass sich das in unseren Spielen während der Saison zeigen wird. Außerdem mag ich es, wenn Spieler ihr Spiel spielen, deshalb versuche ich nicht alles zu kontrollieren. Es wird sehr interessant sein zu sehen wie jedes Team, in welches ich involviert bin, ihren Teil an Identität darstellt und ich bin sehr aufgeregt ein kleiner Teil davon zu sein.

Warum die Gmunden Swans, was waren deine Erwartungen hierher zu kommen?
Ich traf Harald Vonbun vor ungefähr 2 Jahren bei der EM 2016. Ich habe das irische U16 Burschen Team gecoacht und Harald war mit dem österreichischen Nationalteam dabei. Wir haben bei der EM viel geplaudert und wir haben eine sehr ähnliche Philosophie über Coaching. Nach dem Turnier blieben wir in Verbindung.
Als sich schon früher in diesem Jahr eine Möglichkeit für einen Trainer bei den Swans ergab hat mich Harald kontaktiert und wir haben uns darüber unterhalten was der Club vorhat und welche Visionen Harald hat. Wir haben ein Treffen im Juni arrangiert und Gmunden ist so eine unglaublich schöne Stadt, dass ich mich in diesen Ort auf Anhieb verliebte. Harald, Richard Poiger und ich saßen zusammen und diskutierten über den Club, die Teams, die Visionen und andere Themen.
Während dieser Zeit traf ich mich mit einigen Spielern und ich war sehr beeindruckt von dem Zusammenhalt im Verein und der Gemeinschaft die ihn umgab. Schlussendlich war es eine einfache Entscheidung für mich hierherzukommen und ein Teil des Clubs zu werden. Ich weiß, dass ich von jedem hier viel lernen kann und ich bin zuversichtlich meine Erfahrungen und mein Wissen sowohl mit den Spielern als auch mit den Coaches teilen zu können. 

Gmunden - die Stadt, der Club, die Leute - was sind deine ersten Eindrücke?

Ich liebe diese Stadt schon seit ich sie gesehen habe. Sie ist schön, klein und gemütlich. Ich habe Gmunden und auch die benachbarten Städte ausgekundschaftet. Wenn du etwas nicht in Gmunden bekommst, dann ist die nächste Stadt nicht weit entfernt und du kannst es dort bekommen. 

Jeder im Verein war großartig. Ich wurde mit offenen Armen empfangen und die Spieler und die Menschen in dieser Stadt sind sehr nett. Ich bin nun rund einen Monat hier aber Ich denke wir haben uns sehr rasch eingelebt, darüber sind wir glücklich. Das Wetter war bis jetzt toll, und ich weiß das ist ein wenig erheiternd, weil der Herbst und der Winter gleich um die Ecke sind.  

Danke für deine ersten Einblicke!
Eva Franke

English version for our homepage guests:

Please introduce yourself? 
My name is Nabil Murad, and I am from Dublin, Ireland. I have five brothers, and yet surprisingly, none of them are involved in organised sports, let alone basketball. I have been coaching basketball since I was 18 and have coached at various levels in different countries. I love sports because of the barriers that it breaks down. In addition, it provides a platform to teach essential life skills to all athletes. This is one of the main reasons that I have invested myself in the sport. It allows me to help and impact other people’s lives, hopefully in a positive manner. 

Did you play Basketball, as a hobby player or professional? 
I was introduced to basketball when I was 17. I was looking for a new sport as I had injured myself playing football. This is when the “And 1” mixtapes where making their rounds and everyone was trying to be a streetball player. The flashiness of the game is what got me interested. I tried to play a little bit, and I wasn’t very good. Most of my friends at this stage were playing the game and were good at it. So, I just hung out with my friends when they played, tried to get in the games and hoped that they would pass me the basketball. Because I started so late, I never really played at high level, and mainly played basketball as a hobby. 

Since when you be BB Coach, what teams and ages you worked with. Tell us something about your previous carreer.
I started coaching when I was 18 years old. I got involved in the sport a year earlier and joined a team looking to play and develop my skills. Unfortunately, the team struggled to get a coach. So, I put myself forward and decided that I will help the team and be a player-coach. We had some really good players who had played at a high level, and I learned a lot about the game from them. In addition, I did some coaching courses to keep improving as a coach.
After a few years with this men’s team, I got a paid coaching job working with a lady’s basketball club. I was with this club for over 5 years and coached some of the underage teams and senior women’s’ teams, as well as the super-league team. Over the years in Ireland, I was given multiple opportunities to continue learning the game as I coached several underage teams at Club Level. I also coached in schools, colleges, regional teams and regional academies. 

In 2012, I was approached to work with the Irish U16 ladies team, which was a great opportunity to network and continue my development as a coach. I was with this program for two years and we competed in the European Championships in 2014. After this tournament, I was fortunate enough to have another opportunity to continue learning the game. This time it was in the USA, with Bishop O’Connell High School. 

In the summer of 2016, I led the Irish U16 Men’s National Team in the European Championships. This is where I met Harald Vonbun (more later). After the Europeans, I moved to the U.K. to finish my Masters in Sports & Exercise Psychology and work with Leicester Riders Basketball Club and their Academy at Charnwood College. 

You already started with the practises? What will be the focus of Nabil’s work with the youthteams?
Each team is different, and it is important to understand what each player on the team is about. I believe in developing players holistically and providing each player with a challenging environment to develop their skills along with their love of the game. The love of the game is really important. If an athlete loves the game, then they will look to play and improve, even without a coach being there. My focus will be to develop psychologically sound and resilient players who embrace adversity and look for learning opportunities at every turn.
I am very defensive minded as a coach, so I think this will show in our games during the season. I also like it when players just play the game, so I try not to control everything. It will be very interesting to see what each of the teams that I am involved with come up with as part of their identity and I am very excited to be a small part of this. 

Why Gmunden Swans, what was you expectation coming here?
I met Harald Vonbun almost two years ago at the European Championships in 2016. I was coaching the Ireland U16 Men’s Squad and Harald was with the Austrian National Team. We chatted a lot at the Europeans and we shared a similar philosophy about coaching. Following the tournament, we kept in touch.
When a coaching opportunity opened up at Swans earlier this year, Harald got in touch with me and we chatted a little bit about what the club was trying to do and the vision that Harald has. We arranged a visit in June and Gmunden is such a beautiful city, that I loved the place instantly. Harald, Richard Poiger and I sat down to discuss the club, the teams, the vision and other topics.
During this time, I met with some of the players and I was really impressed with how close knit the club was and the community that surrounded it. In the end, it was an easy decision for me to come and be a part of the club. I know that I am going to learn a lot from everyone around me and am looking forward to sharing my experiences and knowledge as well with the players and the coaches.  

Gmunden - the city, the club, the people – what are your 1st impressions?
I fell in love with the city as soon as I saw it. It is very beautiful, small and cosy. I have explored the Gmunden and the neighbouring cities as well. If there’s something that you can’t get in Gmunden, then the next town is only a small distance away and you can get it there. 

Everyone at the club has been great. I have been welcomed with open arms and all the players and the people of the town are very nice. It’s been less than a month that I’ve been here, but I think we’ve settled quite easily, so we are happy about that. The weather has been great so far, which I know is a little tease as the fall and winter is just around the corner. 

Thanks for your first insights!
Eva Franke