24.02.2019

Interview Thomas Hieslmair

Nach seiner schon sehr frühen schweren Knieverletzung wurde er auf die Bank verbannt und fällt für den Rest der Saison aus. Für ihn ein echter Unglücksfall, denn die ersten Bundesliga Einsatzzeiten hatte es für ihn bereits gegeben und sicher wären es noch mehr geworden, #18 Thomas Hieslmair. Hirschi arbeitet derzeit unermüdlich an seinem Rehabilitationsprogramm und wir wünschen ihm für seinen weiteren Genesungsverlauf und sein Come back alles Gute!!!

Thomas, es ist Zeit sich für die Fans die dich noch nicht kennen sollten vorzustellen. 
Mein Name ist Thomas Hieslmair, wobei ich für die meisten unter dem Namen „Hirschi“ bekannt bin. Ich bin 21 Jahre alt und wohne in Vorchdorf, wo ich aufgewachsen bin. Neben dem Basketball studiere ich noch Sport- und Eventmanagement an der Uni Seeburg in Salzburg.

Wann hast du für dich gewusst – Basketball ist es das ich machen will?
Ich habe relativ spät angefangen Basketball zu spielen, doch es hat sich dann für mich sehr schnell herausgestellt, dass Basketball das ist, was ich gerne machen möchte. Begonnen habe ich mit circa 11 Jahren in Vorchdorf, wobei ich zu Beginn nur einige Male in der Woche zum Spaß trainiert habe und damit ich Zeit mit meinen Freunden verbringen kann. Innerhalb von kürzester Zeit ist mir Basketball sehr ans Herz gewachsen, die Trainingsfrequenz erhöhte sich und auch in meiner Freizeit versuchte ich jede freie Minute mit Basketball zu verbringen.

Du bist aus Vorchdorf zu uns gekommen und hast als Spieler der männlich U19 und Herren Landesliga bei den Swans Fuß gefasst und dich mittlerweile in den Bundesliga Kader hochgearbeitet. Ist damit ein Traum in Erfüllung gegangen – Basketball als Beruf?
Ja auf alle Fälle, vor allem, weil mir der Sport sehr viel Spaß bereitet ist mit Sicherheit ein Traum in Erfüllungen gegangen. Es macht unglaublich Spaß mit den Jungs Zeit zu verbringen, zu trainieren und mit ihnen am Parkett zu stehen. Ich glaube für mich ist ein Leben ohne Basketball kaum mehr vorstellbar, deshalb ist es umso schöner.

Du bist glaube ich DER Pechvogel der Saison. Am Beginn hatte man den Eindruck, dass du dich im Sommer sehr gut vorbereitet hattest und dir möglicherweise schon einige Spielminuten verdient hättest. Jetzt heißt es auf der Bank sitzen und abwarten… Für jene die es noch nicht wissen, was ist dir passiert und wie geht es weiter? Wie hart war es für dich?
Ja leider ist die Saison gar nicht nach meinen Wünschen verlaufen. Ich habe im Sommer sehr intensiv an meinem Spiel und auch am Körperlichen gearbeitet. Mich plagten dann allerdings schon zu Beginn der Saison kleinere Verletzungen (Handgelenk, Knöchel) die mir den Wind etwas aus den Segel genommen haben. Beim Cup-Spiel gegen Villach riss ich mir dann das vordere Kreuzband. Als ich die Diagnose erfahren habe war ich sehr am Boden zerstört. Zu erfahren, dass ich neun Monate nicht spielen darf war schon sehr hart. Ich verdaute den Schock aber relativ schnell denk ich und versuchte das beste daraus zu machen, mich zu motivieren, um stärker zurück zu kommen. Mittlerweile habe ich die OP schon hinter mir und befinde mich auf dem weg der Besserung. 

Bei einer Langzeit Verletzung was macht da ein Spieler, wie verbringt er die Zeit? Ganz sportfrei, oder wie muss man sich das vorstellen? Wie schreitet deine Reha voran?
Direkt nach der Verletzung haben wir versucht die Beweglichkeit des Knies zu fördern und den Muskel zu stärken um nach der Operation einen Vorteil zu haben. Bis zur Operation habe ich mich täglich intensiv damit beschäftigt. Nach der Operation waren meine Möglichkeiten sehr eingeschränkt und ich konnte mich auf die bevorstehenden Uni-Prüfungen vorbereiten. Mittlerweile bin ich schon wieder mobiler und ganz ohne Sport halte ich es natürlich nicht aus. Aktuell bin ich viel mit Physiotherapie beschäftigt und trainiere täglich um bald wieder topfit auf dem Parkett stehen zu können. ? Ich glaube ich bin auf einem ganz guten Weg, das Knie fühlt sich schon relativ gut an und die ersten Stunden am Ergometer liegen auch schon hinter mir.

Wir wollen aber auch positiv in die Zukunft blicken. Was hat Hirschi für weitere Pläne, noch einmal bereit?
Momentan liegt mein Fokus ausschließlich auf der Rehabilitation. Ich bin voll motiviert und werde nun viel an meinem Körper und Knie arbeiten. Ich hoffe natürlich, dass ich zu Beginn nächster Saison wieder top fit bin und brenne schon darauf wieder angreifen zu können.

Was für Tipps würdest du jungen Nachwuchsspielern mitgeben?
Ich glaube das wichtigste ist der Spaß am Basketball. Bereitet es einem keinen Spaß, wird einem irgendwann der Eifer und die Motivation ausgehen. Außerdem sollte man in den Trainings immer 100% geben, versuchen sich ständig zu verbessern und einen gewissen Ehrgeiz entwickeln. ?  

Ein paar Worte an die Fans!
Liebe Fans, ihr seit in jedem Spiel großartig wie ihr uns anfeuert und auch ich möchte mich dafür bedanken. Es ist eine große Ehre solche Fans im Rücken zu haben und ihr macht die Heimspiele immer zu etwas sehr Besonderem durch eurer Unterstützung. Ich hoffe Ihr unterstützt uns weiter so tatkräftig und wir sehen uns in der Halle. ;-)

Danke für dieses Interview und die besten Wünsche von allen!!!
Eva Franke