10.05.2019

Lions erzwingen Entscheidungsspiel am Sonntag

Die Arkadia Traiskirchen Lions drehten gegen die Swans abermals im vierten Abschnitt die Begegnung und erzwangen ein entscheidendes fünftes Spiel am kommenden Sonntag. Die Swans fanden in den letzten zehn Minuten kein Rezept mehr gegen das starke Full-Court-Press der Löwen und gaben den zweiten Matchball aus der Hand.

Traiskirchen Lions – Basket Swans Gmunden 76:72 (14:26, 32:45, 48:60)

Das Spiel beginnt mit einem Murati Dreier, die Swans bestimmen die Anfangsphase in allen Belangen, kommen durch gute Trefferquote und zeitweise schönes Teamplay bis auf 22:10 weg. Am Ende des Viertels gibt Tilo Klette ein Kurzcomeback, Brummitt setzt den Schlusspunkt zum 26:14. Einziges Manko: 7 Turnover in diesem Viertel waren einfach zu viel.

Im zweiten Viertel kommen die Lions rasch auf, Schmit kann mit einem Dreier auf 28:27 verkürzen. Blazan setzt dem ein Ende und Brummitt noch eins drauf – die Swans führen wieder 32:27. Dann begeht White sein drittes Foul, aber Ray kann die Freiwürfe nicht nutzen. Murati per Floater, Friedrich und Blazan per Dreier bringen die Swans wieder auf 40:27 weg. Rados begeht in dieser Phase offensiv sein 3. Foul. Blazan setzt mit einem Dreier den Schlusspunkt zum 45:32.

Im dritten Viertel kommen die Lions nur einmal auf 53:43 heran, ansonsten führen die Gmundner immer mit mehr als 10 Punkten Vorsprung. Allerdings begeht White bereits sein 4. Foul und auch der Offensivrhythmus der Gmundner scheint nicht mehr so optimal. Trotzdem, Brummitt sorgt in der letzten Offensive fürs +12, die Swans scheinen weiter Herr der Lage.

Auch in den ersten Minuten des Schlussviertels deutet nichts auf eine Trendwende. Im Gegenteil, einen Güttl-Dreier zum 53:63 beantwortet Friedrich mit einem ebensolchen zum 66:53. Die Lions werden allerdings in der Zone aggressiver und die Swans beginnen völlig ohne Not zu wackeln. Ein Turnover jagt den anderen, die Lions kommen durch Rados und Danek auf 66:60 heran. Auch ein Timeout der Swans ändert nichts an der Verunsicherung, gegen die Zone findet man einfach keine Mittel. Als dann auch noch Brummitt das vierte Foul kassiert, man vorne weiter einen Turnover nach dem anderen produziert, geht Traiskirchen 2 Minuten vor dem Ende durch einen Ray Dreier 68:66 in Front. Murati beendet diesen 15:0 Run der Lions seinerseits mit einem Dreier, aber Güttl antwortet postwendend zum 70:69. White begeht ein vollkommen unnötiges 5. Foul, als er Güttl 1 Sekunde vor Ablauf der Shotclock zu sehr bedrängt. Der Gefoulte trifft beide Freiwürfe, im Gegenzug verwirft Murati vom Dreier. Die Lions begehen 12 Sekunden vor dem Ende ein Foul an Friedrich beim Dreier, der verwertet alle 3 Freiwürfe, aber es sind nur noch 6 Sekunden auf der Uhr. Ray verwertet beide Freiwürfe nach taktischem Foul, das ergibt den Endstand von 76:72.

Fazit:
Es hat wohl selten ein Play-off-Spiel gegeben, das eine Mannschaft im Schlussviertel so hergeschenkt hat. Es war schon eine Ansammlung an Fehlleistungen des gesamten Teams, die zu diesem Desaster führte. Vor allem 23 Turnover sind ein katastrophaler Wert. Dazu kam noch der Totalausfall von White und auch eine ganz schwache Performance von Murray, dadurch konnte man auch die längere Bank in keiner Weise nützen. Schade, ein totaler Selbstfaller der Swans, die nun am Sonntag mit dem Rücken zur Wand stehen, denn das Momentum ist sicher auf Seite der Lions.

Beste Werfer:

Für Gmunden: Murati 21, Brummitt 15, Blazan 13, Friedrich 12, Linortner 9, Murray 2

Für Traiskirchen: Güttl 25, Rados 16, Ray 15, Schmit 8, Danek 7, Andjelkovic 5