08.01.2017

Mühevoller Sieg gegen die Lions

Die Swans beschließen den ersten Teil des Grunddurchganges mit einem Sieg gegen die Traiskirchen Lions. Gmunden macht sich die Sache aber selbst schwerer als nötig, dem Publikum kann man dafür aber unfreiwillig einen Krimi bieten.

Zum Spiel: Die Begegnung beginnt mit 20 Minuten Verspätung, da die Lions bei der Anreise im Schneechaos stecken geblieben sind. Bei den Swans ist Adrian Mitchell wieder mit dabei, so fehlen daher "nur" mehr Povilas Gaidys und Daniel Friedrich. Die Lions müssen auf den gesperrten Florian Trmal verzichten.

Wenig verwunderlich legen die Gäste nach dem verkürzten Aufwärmen einen klassischen "Kaltstart" hin und liegen nach exakt 4 Minuten mit 5:15 zurück. Nach einer Auszeit holen die Gäste rasch auf 14:17 auf und es gibt eine Besprechung auf Gmundner Seite (7.). Danach geht es ausgeglichen weiter und daher auch mit 3 Punkten Differenz in die erste Pause. Nach Wiederbeginn gibt es einen Lions-Korb und danach einen 7:0-Lauf der Hausherren zum 34:26 (12.). Nach einem Timeout antworten die Gäste ihrerseits mit 7 Punkten in Serie zum 34:33 (16.). Es folgt der nächste Lauf der Schwäne zum 40:33 (18.). Danach kann Traiskirchen zwei Gmundner Unkonzentriertheiten noch dazu nutzen, um bis zur Halbzeit auf 42:38 zu verkürzen.

Nach Wiederbeginn ist so wie in Viertel 1 wieder die Offensive Trumpf, es heißt: (fast) jeder Wurf ein Treffer. Wobei es die Schwäne um eine Spur besser machen und in der 28. Minute mit zehn Punkten voran liegen (59:49) - Auszeit Lions. Die bringt aber keine Trendwende und die Hausherren gehen mit elf Punkten Vorsprung in den Schlussabschnitt. Bei dieser Differenz hält man auch noch bei einer Traiskirchner Auszeit in der 34. Minute (73:62). Danach folgen das 75:62 und 3-Lions-Körbe in Folge. Das erzwingt in der 36. Minute ein Timout der Schwäne beim Stand von 75:68. Auch das bringt aber kein Rezept gegen die Zone-Verteidigung der Gäste und so liegt Gmunden drei Minuten vor dem Spielende nur mehr mit 75:72 voran. Es folgen über zwei Minuten ohne Korberfolg auf beiden Seiten, so dass es zu Beginn der Schlussminute noch immer eine Gmundner Drei-Punkte-Führung gibt. Das ändert Milovan Draskovic 53 Sekunden vor dem Spielende mit einem getroffenen Freiwurf zum 75:73. Tilo Klette macht es 18 Sekunden später auf der anderen Seite besser und trifft zweimal zum 77:73. Genauso wie Enis Murati nach einem vergebenen Angriff der Traiskirchner mit 14 Sekunden auf der Spieluhr: 79:73. Benedikt Güttl macht es mit einem Dreier 8 Sekunden vor dem Spielende wieder spannend, Enis Murati behält aber auch bei seinem nächsten Trip an die Freiwurflinie 7 Sekunden vor dem Ende seine Nerven, der Korb von Benedikt Danek zum Endstand von 81:78 kommt dann schon zu spät, um den Gmundner Sieg zu verhindern.

Fazit:
Ein turbulentes Basketballspiel mit einigen Hochs und Tiefs für unsere Schwäne. Unterm Strich haben wir uns dabei das Leben selbst schwer gemacht und so wie gegen die Dukes einen klaren Vorsprung wieder verschenkt – dieses Mal aber gleich mehrere Male. Vielleicht war es die Müdigkeit nach den beiden Wochenendspielen mit dem dezimierten Kader, das würde einige leichtfertige Ballverluste und vergebene „Sitzer“ unter dem Korb erklären. Die positiven Seiten haben aber auch dieses Mal wieder deutlich überwogen, das Teamplay war ausgezeichnet (bei 31 erfolgreichen Feldwürfen gab es nicht weniger als 29 Assists), bei den Rebounds gab es erneut eine deutliche Überlegenheit (34:23) und auch das Freiwurfproblem scheint der Vergangenheit anzugehören: 14 von 15, darunter 6 von 6 in der Crunchtime, sind eine ganz starke Leistung. Bleibt nur noch, gegen die Traiskirchner Zone noch ein paar bessere Antworten zu finden, immerhin sind die Lions bei den nächsten drei Spieltagen ja noch zweimal die Gegner der Swans.

Endstand: 81 : 78 (27:24, 42:38, 67:56) für Gmunden

Für Gmunden: Klette 24, Murati 21, Blazan 16, Steed 15, Mitchell 3, Linortner 2

Für Traiskirchen: Vay 23, Draskovic u. Güttl je 14, Aryee 11, Danek 8, Detrick 6, Memcic 2