31.08.2018

Richard Poiger im Interview

Wie kann man eine Saison besser einleiten als mit einem Interview. Richi Poiger, Geschäftsführer der Swans Bundesliga, stellte sich den Fragen.

Zwei Finale sind es schlussendlich geworden, auch wenn es für den obersten Treppenplatz nicht ganz gereicht hat. Wie bewertest du die vergangene Saison?

Man muss mit der Saison sicherlich zufrieden sein, auch wenn die Knappheit sowie die Art und Weise der Finalniederlagen sicher etwas wehtun. Man kann der Mannschaft und dem Trainerteam aber sicherlich zu einer gelungenen Saison gratulieren. Wenn mir vor der Saison jemand gesagt hätte, dass wir zweimal Zweiter werden und das noch dazu knapp, hätte ich Ihn als großen Optimist abgestempelt. 

Die Karten sind neu gemischt worauf liegt nun das Augenmerk bei der Planung für diese Saison? Worin wollen sich die Swans verändern? 

Das wir vier Abgänge haben ist ja bereits bekannt. Wir wollen mit den drei Neuzugängen noch einen Schritt nach oben machen und bin überzeugt, dass wir da eine gute Wahl getroffen haben bzw. treffen werden. Der Größte Mehrwert für die nächste Saison liegt aber sicher in der Konstanz im Team. Jetzt hat auch jeder Spieler einmal Finalerfahrung inhaliert, was uns nächstes Jahr sicher auch weiter bringt. 

Es fällt auf, dass Gmunden seinen Weg, mit der erneuten Verpflichtung unserer jungen Spieler, auf Kontinuität fortsetzen will? Deine Erwartungen an sie?

Das Gmunden auf Kontinuität setzt ist ja überall bekannt und das wird sich auch nicht so schnell ändern. Matze und Scharti haben in den letzten 2 Jahren den Sprung in den Bundesligakader bzw. in die Rotation geschafft und ich hoffe, dass kommende Saison der ein oder andere folgen wird. Das ist sicherlich mit harter Arbeit verbunden aber ich bin von unseren Jungen überzeugt und traue Ihnen diesen Sprung zu.

Werden gegnerischen Teams und ihr Aufbau einer Mannschaft für die neue Saison mit ins Kalkül gezogen oder ist dies eher Nebensache in der Vorbereitung des eigenen?

Das Hauptaugenmerk liegt definitiv bei uns. Wir wollen nächstes Jahr ein besseres Team haben und besseren Basketball spielen als letztes Jahr. Das passiert allein schon deswegen, weil die Spieler jetzt noch ein Jahr mehr Erfahrung haben und ich erwarte, dass jeder einzelne von ihnen noch einen Schritt vorwärts macht. Darüber hinaus bin ich davon überzeugt, dass wir aufgrund unserer Neuverpflichtungen auch noch einen Schritt vorwärts machen werden. 

Die Vorbereitung auf andere Teams erfolgt dann erst konkret in der Meisterschaft. 

In den Jahren seit seiner Einführung ging der Titel „Rising Star“, zuletzt mit Matthias Linortner, davor mit Daniel Friedrich und Adrian Mitchell, schon zum dritten Mal an Gmunden. Ein guter Platz für Spieler die etwas erreichen wollen, eine Motivation an junge Talente? 

Scheint so zu sein. Das finde ich natürlich äußerst erfreulich, da es ja Gmunden über ein relativ langes Zeitfenster extrem schwer war, als junger talentierter Spieler in den Bundesligakader zu kommen und dort Minuten zu sammeln.  Ich hoffe, dass Matze nicht der Letzte war. Ich sehe in unserem Kader definitiv Potenzial, dass in den nächsten Jahren der eine oder andere in diese Fußstapfen treten kann. 

Aus einer 9er Liga wird nun eine 10er Liga, neu mit dabei die D.C. Timberwolves aus Wien? Dein Statement dazu. 

Das ist natürlich nur zu begrüßen! Endlich einmal eine neue Halle, endlich andere Gesichter. Außerdem ist es auch sicher von Vorteil eine gerade Zahl an Mannschaften zu haben. Dass Wien ein zweites Team und somit ein weiteres Aushängeschild bekommt ist gut, hier liegt sicherlich auch viel Potenzial vergraben. Es wird sicherlich auch etwas Zeit brauchen bis dort die Strukturen entsprechend wachsen, aber es kann nur positiv für Basketball Österreich sein, wenn die Timberwolves in der ABL mitspielen. 

Gibt es schon konkrete Zielsetzungen? Was möchtet ihr, Team und Management, 2018/19 erreichen?

Wir wollen uns genauso wie letztes Jahr wieder in die Lage bringen Titel zu gewinnen. Das wird wieder eine enorme Herausforderung aber ich bin guter Dinge, dass wir das wieder schaffen. Alles Weitere kann man nur schwer bzw. gar nicht planen. Für Titel muss zu viel zusammenpassen und die Rädchen ineinandergreifen. Man hat es ja auch letzte Saison gesehen. Wenn wir gegen Klosterneuburg im Viertelfinale ausscheiden (fairer Weise muss man sagen dazu hat nicht viel gefehlt) ist die Saison beim Teufel. So war es die erfolgreichste Saison seit 6 oder 7 Jahren. Ich denke, wir haben über den Sommer einen guten Job gemacht, haben einen guten Kader zusammen und haben strukturell auch einen Schritt vorwärts gemacht. Der Rest muss sich in der Saison entwickeln. Wir sind aber gut gerüstet.

Das letzte Wort gehört den Fans….

Ich bin mir sicher, dass wir eine gute Mannschaft beisammen haben um einen attraktiven und erfolgreichen Basketball zu spielen. Also kommt bitte wieder so zahlreich wie letzte Saison in die Halle, nehmt noch ein paar Freunde mit und unterstützt das Team so lauthals wie man es in Gmunden gewohnt ist.

Danke für die ersten Einblicke!
Eva Franke