21.05.2019

Semifinale # 3 geht an die Gunners

Die Swans spielen eine weitere außergewöhnlich gute erste Halbzeit, verlieren aber bereits im dritten Viertel den Offensiv-Rhythmus und geben so das Spiel kontinuierlich aus den Händen. Gmunden vernachlässigt immer öfter das Teamplay, verkrampft, während Oberwart verbissen um die Chance auf ein Spiel 4 kämpft und letztendlich verdient mit 81:70 gewinnt.

Die erste Halbzeit war das komplette Gegenteil zu der Partie am Samstag. Die Offense beider Teams funktionierte gleich von Beginn. Die Gunners kamen immer wieder über die Transition zu gefährlichen Situationen. Die Swans brauchten zu lange, um sich nach den schnellen Gegenangriffen zu sortieren. Der Angriff der Swans funktionierte im ersten Viertel besser als die Defense. Man konnte die aggressive Fullcourt-Press-Verteidigung der Gäste immer wieder gut ausspielen und so Punkte erzielen. Die zweiten zehn Minuten gehörten dann ganz klar den Schwänen. Die Verteidigung funktionierte um einiges besser als noch zu Beginn der Begegnung, was auch daran lag, dass die Schiedsrichter ein etwas körperbetonteres Spiel zu ließen. Die Gunners blieben bei ihrer Full Court Defense, doch stellten sie auf eine Kombination mit Zonen-Verteidigung um. Gmunden traf aber weiterhin die offenen Dreier und so konnten sie sich sukzessive mit 51:38 absetzen.

Oberwart kam viel agiler aus der Halbzeitpause und wirkte entschlossener als in der ersten Halbzeit. Mit diesem Selbstvertrauen nahmen sie auch ihre Würfe und diese fanden zahlreich den Weg ins Ziel. Auf Seiten der Swans hingegen war der Rhythmus der ersten Halbzeit überhaupt nicht mehr vorhanden. Die Zonenverteidigung der Gunners machte ihnen das Leben zunehmend schwer. Zudem machte man mit unnötigen Eigenfehlern, wie den beiden technischen Fouls zu Beginn des dritten Viertels und einer nachlässigen Arbeit am Rebound dieses Playoff Spiel wieder spannend, denn die Gunners konnten den 13 Punkte Rückstand in ein 57:57 umwandeln. Auch im letzten Viertel konnte man das Ruder, aus Gmundener Sicht, nicht mehr herumreißen. Die Gunners spielten weiterhin konsequent in der Defense und versuchten im Angriff nichts zu erzwingen. Die Swans hingegen wirkten in der Offense zu verkrampft. Man traf zu hastige Entscheidungen und machte zu viele Fehler um das Spiel noch zu gewinnen. Die Gunners verkürzen mit diesem 70:81 Sieg auf 2:1 in der Semifinalserie.

Fazit:
Wenn man in einem Viertel nur sechs Punkte erzielt wird es gegen jeden schwer. Man hat in der zweiten Hälfte offensiv einfach zu verkrampft agiert. Oberwart trug mit der guten Zonen Defense einen erheblichen Teil dazu bei. Dennoch darf man sich in der eigenen Halle die Schneid nicht so abkaufen lassen. Die Gunners haben den Kampf in der zweiten Halbzeit angenommen und waren von Anfang an bereit den doch etwas größeren Rückstand wett zu machen und dieses Spiel noch zu gewinnen. Ein Lichtblick bleibt die erste Halbzeit, wo das Spiel der Swans hervorragend funktioniert hat.

Endstand: 70 :81 (24:27, 51:38, 57:57) für Oberwart

Beste Werfer:

Gmunden: Brummitt 16, Friedrich 12, Murray 11, Murati u. Linortner je 7, Klette 6, Blazan 5, Draskovic 4, White 2

Oberwart: Lescault 18, Mikutis u. Ochsenhofer je 16, Wolf 10, Tawiah 8, Miner 7, Coleman 4, Poljak 2