19.05.2017

Spielbericht 3. Semifinale

Kapfenberg Bulls – Gmunden Swans 81:68 (21:19, 41:28, 58:50)

Die Swans müssen schon während des Aufwärmens zur Kenntnis nehmen, dass die Knieverletzung von Wesby dessen Einsatz nicht zulässt, damit fällt neben Steed der 2. von den 4 Swans-Legionären aus.

Trotzdem haben die Gmundner den besseren Start, führen durch gute Aktionen von Murati, Ojo und Blazan rasch 7:2. Kapfenberg kommt aber vor allem durch Vujosevic ebenso schnell auf 9:8 heran. Gaidys per Dreier und Blazan bauen die Swans-Führung wieder auf 14:10, Blazan mit einem weiteren Dreier auf 17:12 aus. Erst knapp vor der Viertelpause kann Kapfenberg durch einen Coffin-Dreier und 2 Krämer Freiwürfen (nach einem Ref-Geschenk) ausgleichen. Kurios dann die letzten 27 Sekunden: Zuerst versemmeln die Swans ihre letzte Offense, begehen eine 24 Sekunden Übertretung. Als dann Kapfenberg einwirft, stellt der Schreibertisch die verbleibende Zeit von 3,2 auf 5,1 Sekunden zurück, was die Refs natürlich auch nicht bemerken, prompt ergattern die Bulls nach einem Notwurf den Rebound und Vujosevic bringt sein Team mit der Viertelsirene erstmals in Front.

Im zweiten Spielabschnitt starten die Kapfenberger besser, führen 25:21. Aber Ojo per Dreier und mit einem weiteren Feldkorb bringt die Swans wieder in Führung. Dann beginnen aber 6 seltsame Minuten, in denen die Swans nur auf Außenwürfe setzen, nichts treffen und Kapfenberg viele Fastbreaks ermöglichen. Entscheidend sicher die 17. Minute: Friedrich verkürzt nochmals auf 33:28, Kapfenberg verliert in der Folge den Ball. Die Swans haben im nächsten Angriff gleich viermal die Chance, näher heranzukommen, erkämpfen immer super den Offensivrebound, verwerfen aber postwendend auch die folgenden Würfe. Das war irgendwie ein mentaler Schocker, denn Kapfenberg kann relativ einfach den Vorsprung ausbauen und zieht auf komfortable 13 Punkte davon.
Allerdings waren nicht nur die Swans an dieser Vorentscheidung „schuld“, denn wenn man in so einem aggressiv geführten Spiel ein Freiwurfverhältnis von 16:1 zugunsten Kapfenbergs und fast 9 Minuten keinen einzigen Pfiff bekommt, dann hat das ganze schon auch einen üblen Beigeschmack.

Im dritten Viertel ziehen die Bulls vorerst einmal auf 52:34 davon, ehe die Swans wieder Fahrt aufnehmen. Vornehmlich Klette ist es nun, der sich ein ums andere Mal in Szene setzt, plötzlich gibt’s auch die zuvor vermissten Pfiffe und die Gmundner kämpfen sich zuerst auf 54:44 heran. Auch ein Coffin Dreier zum 57:44 bringt die Gmundner nicht aus dem Konzept, sie holen weiter auf und kommen durch Blazan bis zur Viertelpause auf 58:50.

Auch zu Beginn des 4. Spielabschnittes hält der Aufwärtstrend an, Klette ist weiterhin on fire, stellt auf 60:54. Aber nun macht sich die kurze Rotation der Swans langsam bemerkbar, es unterlaufen etliche Ballverluste und Kapfenberg nutzt dies weidlich aus: Die Bulls müssen praktisch nur auf die Fehler der Gmundner warten, sind selbst im Transition-Spiel sehr stark und stellen mit einem 19:0 Run die Weichen auf Sieg. Erst in der Schlussphase gelingt den Gmundnern noch Resultats Kosmetik.

In Summe ein klarer und verdienter Sieg der Bulls, die zeitweise schon recht müde wirkende Swans mit druckvoller (und auch tolerierter) Defense regelrecht niederkämpften. Das schlägt sich auch in allen statistischen Bereichen nieder, sowohl was Wurfprozentsatz (41:37%), Rebound (37:32) und Turnover (15:17) liegen die Kapfenberger leicht voran. Der einzige gravierende Unterschied waren die Freiwürfe, da bekam Kapfenberg 30 zugesprochen, von denen sie 24 verwerteten, die Swans nur 16 (bei 12 Treffern), davon allerdings 7, als das Spiel in der Schlussphase schon entschieden war.

Punkte/Sonstiges:
Blazan 17, 3 Rebounds; Friedrich 13, Klette 13, 3 Rebounds; Ojo 9, 3 Rebounds, 4 Turnover; Gaidys 8, 8 Rebounds, 3 Assists; Murati 5, 3 Rebounds, 5 Assists; Linortner 3, 2 Rebounds, Mitchell 0, 4 Rebounds.