15.01.2020

Spielbericht Cup Viertelfinale

St. Pölten – Swans Gmunden 92:91 (27:19,47:37, 71:67)

St. Pölten muss auf den am Sprunggelenk verletzten Trmal verzichten, hat aber mit Marello einen neuen Legionär an Bord, die Swans müssen nach wie vor auf Ogunyemi verzichten, dafür ist mit Barton ebenfalls ein neuer Mann im Team.

Das Spiel beginnt mit sehr fokussiert wirkenden St. Pöltnern und Swans, die überhaupt keine Intensität aufs Parkett bringen. Nach 5 Minuten führt das Heimteam bereits 18:6 und hält diesen 10-Punktevorsprung relativ problemlos, die Swans-Defense ist löchrig wie Emmentaler und offensiv ist die sonstige Treffsicherheit der letzten Wochen nicht zu sehen.

Im zweiten Viertel scheint vorerst einmal ein Aufbäumen der Swans zu sehen zu sein, sie kommen rasch auf 29:28 heran, was ein Timeout St. Pöltens zur Folge hat. Danach geht’s bis 37:35 immer mit knapper St. Pöltner Führung weiter, ehe Jalalpoor mit einem Dreier zum 41:35 eine furiose Schlussphase des Heimteams einleitet. Die Swans verfallen in den letzten 2 Minuten regelrecht in eine Lethargie, St. Pölten spielt sehr konzentriert und treffsicher, führt zur Pause völlig verdient mit +10.

Viertel 3 beginnt mit doch weitaus engagierteren Swans, die rasch auf 47:45 herankommen. Ein St. Pöltner Timeout stoppt diese starke Swans-Phase, in der Folge treffen die St.Pöltner immer dann, wenn sie gefordert sind ihre Würfe, halten den Vorsprung. Wieder können sie zum Viertelende von 62:60 auf 68:62 davonziehen, ehe die Swans noch auf 68:67 herankommen. Wonisch ist in dieser Phase vom Dreier unglaublich, mit einem solchen stellt er auch den Viertelendstand von 71:67 her.

Auch im Schlussabschnitt ist es Wonisch, der mit seinem dritten Dreier in Folge fürs 73:70 sorgt. Allerdings ist nun auch Barton sehr stark, trifft ebenfalls zwei Dreier und so gelingt nach 2 Minuten der erstmalige Ausgleich zum 73:73. Noch hält St. Pölten sich in Führung, Lewis und Kolaric sind da die sicheren Schützen. Loveridge sorgt dann mit einem Dreier zum 78:77 für die erstmalige Führung der Swans, die Friedrich und Murati (nach technischem Foul gegen Lewis) mit Freiwürfen auf 82:77 ausbauen. Barton und Güttl per Shotclock-Dreier bauen den Swans-Vorsprung auf 88:81 aus, ehe Blazan etwas mehr als 2 Minuten vor dem Ende sein 5. Foul begeht. Für ihn kommt Woods und das sollte letztendlich nochmals für den Umschwung zugunsten der St.Pöltner bringen: Kolaric kann zwar nur einen Freiwurf verwerten, aber Woods unterläuft im folgenden Angriff der Swans ein Offensivfoul, die Swans nehmen ein Timeout. Kaltenbrunner scort trocken aus der Halbdistanz zum 88:84, ehe Woods das nächste Offensivfoul begeht. Eingangs der Schlussminute trifft Lewis einen Dreier zum 88:87 und Woods schafft es innerhalb von etwas mehr als einer Minute das dritte Offensivfoul zu begehen. Lewis bringt sein Team postwendend 89:88 in Front, Murati unterläuft ein ziemlich unnötiger Turnover, er stoppt per Foul den Fastbreak von Lewis. Der trifft nur einen der beiden Freiwürfe zum 90:88. Loveridge versenkt einen wilden Dreier zum 91:90, es geht noch 25 Sekunden. Die St. Pöltner spielen ihre Offense gekonnt aus, Kolaric kommt 6 Sekunden vor dem Ende zu einem völlig offenen Lay-up, bringt sein Team wieder 92:91 in Front. Die Swans nehmen noch ein Timeout, versuchen danach im Vorfeld Murati zu inszenieren, doch der vertändelt den Ball. Aus, Ende, St. Pölten steht im Final 4 – und das muss man einfach anerkennen, völlig verdient.

Denn die Swans lassen über weite Strecken das heuer so schöne Teamplay völlig vermissen (spiegelt sich auch im Assistverhältnis von 26:11 wieder), treffen vom Dreier nie konstant (St. Pölten hingegen 59%) und sind in der Defense oftmals viel zu passiv. St. Pölten hingegen trifft fast jeden schwierigen Wurf und schüttelt die gefühlte Müdigkeit (Lewis, Jalalpoor und Marello spielten durch) in den Schlussminuten völlig ab.

Punkte: Barton 21, Loveridge 18, Murati 16, Güttl 13, Blazan 11, Friedrich 9, Schartmüller 3;?

Für St. Pölten: Jalalpoor 22, Lewis, Kolaric je 18, Marello 15, Wonisch 11, Kaltenbrunner 6, Koroschitz 2.