07.01.2017

Spielbericht Graz

UBSC Graz – Basket Swans Gmunden

58:71 (11:19, 30:36, 47:57)

 

Die Swans starten mit Neo-Pointguard Enis Murati, Linortner, Wesby, Blazan und Steed. Graz mit Naylor, Maresch, Hasenburger, Brcina und Kripokapic.

Den Jump gewinnt Steed, aber Murati trifft den ersten Halbdistanzwurf nicht. Graz startet spektakulär mit einem Alley-oop von Naylor zum 2:0. Auch die nächste Offense endet vorerst mit einem Block gegen Wesby, die Swans holen den Rebound und nun wird Murati gefoult, trifft aber nur einen Freiwurf zum 2:1. Linortner begeht in rascher Folge seine ersten beiden Fouls, Maresch sorgt fürs 4:1. Dann beginnt aber eine unheimliche starke Phase der Swans: Blazan trifft einen Dreier zum 4:4, Brcina kann vom Dreier nicht kontern. Im Gegenzug ist es Murati, der ebenfalls vom Dreier trifft, 7:4. Naylor verwirft erneut auf Grazer Seite, im Gegenzug trifft auch Blazan nicht, aber Linortner scort aus dem Offensivrebound zum 9:4. Auch die nächsten beiden Offenses mit dem gleichen Ergebnis: Graz verwirft, im Gegenzug ist Wesby erfolgreich – 11:4. Dann allerdings ein harter Schlag für die ohnehin kurze Swans-Bank: Linortner bekommt bereits seinen dritten Foulpfiff, für ihn kommt Klette. Graz trifft auch in der nächsten Offense nicht, dafür erneut Wesby, der auf 13:4 stellt und den Graz-Coach zu einem frühen Timeout zwingt. Maresch kann für Graz per Dreier endlich anschreiben, aber Wesby hat erneut Inside die Antwort zum 15:7. Steed blockt einen Grazer, stealt dann auch noch den Ball und nach einem sehr schönen Assist von Murati baut Klette auf 17:7 aus. Maresch, Klette und Kripokapic stellen auf 19:11, die Swans verwerfen leider ihre letzten 3 Möglichkeiten allesamt.

Nach einem Florian Fehlwurf bei Graz setzt sich Steed erstmals offensiv in Szene – 21:11. Brcina trifft nur einen Freiwurf zum 21:12, Steed ist nach Offensivrebound zum 23:12 erfolgreich. Coach Wimmer wechselt wieder Linortner für Schartmüller ein und auch Hieslmair kommt für Steed zum Einsatz. Vorerst verteidigen die Swans weiter stark, zwingen Graz zu einer 24-Sekunden Übertretung. Aber Wesby verwirft im Gegenzug einen offenen Dreier. Brcina macht’s auf der anderen Seite besser, verkürzt auf 23:15. Auch Linortner trifft seinen Dreier nicht, Brcina dafür im Gegenzug gleich wieder, nur noch 23:18. Blazan hält dann nochmals zum 25:18 dagegen, aber nun ist es Leitgeb, der gleich zweimal vom Dreier trifft, es steht nur noch 25:24. Es folgt eine konfuse Phase auf beiden Seiten, den Swans unterlaufen 3 Turnover in Folge, aber auch Graz macht’s nicht besser. Allerdings begeht dann Linortner sein 4. persönliches Foul, für ihn kommt Blazan retour. Das Spiel droht zu kippen, denn zuerst Kripokapic und dann Hasenburger bringen bei einem zwischenzeitlichen Klette Korb die Hausherren sogar wieder 28:27 in Front. Klette wird gefoult, trifft beide Freiwürfe (was ja zuletzt nicht immer selbstverständlich war), die Swans wieder 29:28 in Front. Naylor trifft im Gegenzug nicht, dafür Murati mit einem Dreier am Fastbreak zum 32:28 und als Hasenburger den nächsten Graz-Angriff verwirft, ist es erneut Murati, der die Swans wieder auf 34:28 wegbringt. In den nächsten 2 Minuten wiederum hüben wie drüben Fehlwürfe und Turnover, Naylor und Klette sorgen schließlich für den Pausenstand.

Der erste Swans-Angriff endet mit einem Klette Turnover, Brcina kann im zweiten Anlauf auf 36:32 verkürzen. Klette stellt sofort wieder den alten Abstand her, Hasenburger verwirft 2 Freiwürfe und Wesby stellt nach super Assist von Murati auf 40:32. Hasenburger kann nochmals auf 40:34 stellen, ehe Murati mit einem weiteren Dreier auf 43:34 ausbaut. Blazan zwingt Hasenburger in ein Offensivfoul, kann aber die nächste Offense selbst nicht verwerten. Brcina stellt Inside auf 43:36 und als Murati mit seinem einzigen Turnover den Ball vertändelt, dann auch noch ein „Loose-Ball-Foul“ unsportlich gepfiffen bekommt, scheint die Partie erneut zu kippen: Kripokapic verwertet beide Freiwürfe zum 43:38, aber die folgende Offense der Grazer endet mit einem Naylor Fehlwurf. Graz protestiert wegen einem angeblichen Foul zu heftig, kassiert ein technisches Foul. Murati verwertet cool und Blazan trifft in der anschließenden Offense vom Dreier zum 47:38. Dann gerät auch Steed in erste Foultroubles, für ihn kommt Linortner retour. Nach einem Wesby Turnover stellt Maresch im Fastbreak auf 40:47, aber Klette antwortet zum 49:40. Graz nimmt ein Timeout, Schartmüller kommt wieder für Wesby. Brcina verwirft vom Dreier, im Gegenzug ein super Assist von Blazan auf Klette, der stellt auf 51:40. Der bleibt auch weiterhin „on fire“, sorgt durch Offensivrebound und Insidekorb fürs 55:42, sorgt aber dann auch für die letzte Aufregung im Swans-Lager: Binnen 1 Minute unterlaufen ihm 3 Fouls (darunter 1 offensiv), er hat damit auch schon 4 Fouls angesammelt, es droht eng zu werden. Graz kann das bis zur Viertelpause nur wenig nützen, kommt nur auf 57:47 heran.

Eingangs des Schlussviertels stellt Naylor auf 57:49. Wesby und Naylor vergeben aus der Distanz, aber Murati kann nach einem tollen Assist von Linortner auf 59:49 stellen. Dann eine Reihe von Swans-Fehlern (vornehmlich Steed), die Graz aber auch nicht nutzen kann. Als Linortner dann mit einem Dreier auf 62:49 stellt, ist das quasi die Vorentscheidung. Nach einem weiteren Grazer Fehlwurf stellt Murati im Fastbreak auf 64:49, Graz nimmt sofort ein Timeout. 6 Minuten noch auf der Spieluhr, Linortner begeht sein 5. Foul, für ihn kommt wieder Klette. Der und Wesby bauen auf 68:51 aus, die Swans spielen ihre Angriffe routiniert herunter, Blazan stellt per Dreier wenig später auf 71:53. In den letzten beiden Minuten ist bei den Gmundnern schon merklich die Luft (und die Kraft) draußen, Graz kann durch Maresch und Kripokapic noch Ergebniskorrektur betreiben.

Fazit:
Eine sehr kompakte Defense ist Voraussetzung für diesen Erfolg. Außerdem hatte Coach Wimmer mit dem zeitweisen Einstreuen eines Zonepressings eine geniale Idee, die den Grazer Spielrhythmus merklich störte. Auch den Rebound dominiert man mit 41:30 und offensiv waren Klette und Murati im Verein mit Blazan und Wesby sehr stark.

Einzelkritik:
Klette: 30 Minuten, 24 Punkte (100% Wurfausbeute!!), 9 Rebounds, 2 Assist, 4 Turnover – je älter desto besser, grandios.
Murati: 36 Minuten, 17 Punkte, 6 Rebounds, 3 Assists, 2 Steals, 1 Turnover. Nach überstandener Grippe eine großartige Vorstellung in ungewohnter Rolle.
Blazan: 36 Minuten, 11 Punkte, 8 Assists, 6 Rebounds, 3 Steals, 1 Turnover. Nicht nur vom Dreier stark, auch defensiv und als Vorbereiter super.
Wesby: 33 Minuten, 10 Punkte, 5 Rebounds, 3 Assists, 2 Turnover. Solide Leistung, lediglich seine Wurfform vom Dreier ist derzeit nicht existent.
Linortner: 18 Minuten, 5 Punkte, 2 Rebounds, 1 Assist. Er muss an seinem Foulmanagement arbeiten, ansonsten nichts auszusetzen.
Steed: 32 Minuten, 4 Punkte (nur 22%), 11 Rebounds, 3 Assists, 3 Steals, 4 Turnover. Offensiv mit zu wenig Nachdruck, fiel gegenüber den anderen Startern etwas ab.
Schartmüller: 11 Minuten, 2 Fehlwürfe, 1 Turnover. Auch wenn die Statistik das nicht aussagt: Speziell in der zweiten Spielhälfte spielte er faktisch fehlerlos und war sehr wertvoll.
Hieslmair: 3 Minuten, 1 Fehlwurf, 2 Turnover – noch etwas chaotisch, auch nicht verwunderlich bei seinem erst zweiten Bundesligaeinsatz.