01.02.2019

Spielbericht Kapfenberg

Kapfenberg Bulls – Basket Swans Gmunden 79:66 (22:19, 40:29, 57:46)

Kapfenberg startet mit 2 starken, wenn auch wenig verteidigten Situationen von Nelson–Henry, führt 4:0. Brummitt kann dann erstmals für die Swans scoren, Nelson-Henry legt aber wieder nach. Dann ein starker Dreier von Blazan zum 5:6 und nach einem Wilson-Fehlwurf wird Friedrich gefoult, trifft beide Freiwürfe zum 7:6 für die Swans. Coffin, Murati, Vujosevic und Brummitt lassen jeweils die Führung wieder wechseln. Dann wird Coffin am Dreier gefoult, trifft aber nur einen der 3 Freiwürfe zum Ausgleich. Brummitt stellt mit einem guten Drive auf 13:11. Die Swans werden in der Folge in der Offense fehlerhafter, Kapfenberg gelingt durch einen Vujosevic Fastbreak wieder die 14:13 Führung. Draskovic und Coffin nach Offensivrebound scoren jeweils für ihr Team zum 16:15. Dann verwirft Murray einen offenen Dreier, im Gegenzug setzt sich Bowles stark durch, stellt auf 18:15. Murray verwirft danach beide Freiwürfe, aber Draskovic hat den Offensivrebound und Linortner gelingt das 17:18. Coffin und Blazan scoren jeweils für ihr Team, den Schlusspunkt setzt aber Sarlija zum 22:19.

Die Swans starten im 2. Viertel mit 4 Fehlwürfen, aber auch Kapfenberg kann vorerst nicht scoren. Vujosevic bricht dann mit einem and-1 den Bann zum 25:19, die Swans Offense gegen zeitweilige Zonendefense der Bulls ist weiterhin katastrophal, langsam und statisch. Trotzdem kann Brummitt auf 21:25 verkürzen, im Gegenzug holt Nelson-Henry den nächsten Offensivrebound, stellt auf 27:21. Die Swans nehmen nach weiteren zwei Fehlwürfen ein Timeout, Nelson-Henry scort in der folgenden Offense zum 29:21. White setzt sich erstmals erfolgreich in Szene, hätte kurz darauf wieder eine gute Chance, wird aber geblockt. Im Gegenzug begeht er gegen Nelson-Henry sein drittes Foul, der stellt per and-1 auf 32:23, die Swans-Felle schwimmen endgültig davon. Bis 6 Sekunden vor der Pause bleibt’s beim 9-Punkterückstand, einziges weiteres Manko: Auch Brummitt begeht sein drittes Foul. Dann passiert Friedrich beim Ballvortrag der letzten Offense ein fürchterlicher Turnover, Vujosevic läuft das Lay-up und erhöht auf 40:29. Ein zweites Viertel, in dem die Swans jegliche Intensität und Kreativität vermissen lassen!

Trotz der Foulbelastung starten Brummitt und White. Es beginnt wieder mit Swans-Fehlwürfen, ehe dann Murati erstmals zum 31:40 trifft. Aber Coffin ist ebenfalls erfolgreich, die Swans im Gegenzug nicht. Nach einem Vujosevic Fehlwurf unterläuft den Swans ein weiterer gravierender Turnover, Stegnjaic profitiert in der folgenden Offense von einem Bulls-Offensivrebound, baut den Vorsprung per Dreier auf 45:31 aus. In den folgenden Minuten ist es vorwiegend Brummitt, der die Swans mit 7 Punkten einigermaßen im Spiel hält, es steht letztlich durch Blazan „nur“ 40:49. Jetzt wacht auch der zuvor völlig inaktive Wilson auf, stellt zuerst auf 51:40 und wenig später per Dreier auf 54:42. Die Swans kommen durch White und Murray-Freiwürfe wieder auf 56:46 heran. Die letzte Bulls-Offense wird – taktisch richtig – von Draskovic per Foul gestoppt (es war das erste Foul der Swans in diesem Viertel), die Refs entscheiden aber nach Videostudium auf unsportlich – eine sehr harte Entscheidung. Vujosevic trifft danach nur einen Freiwurf, die folgende Offense endet mit einem White – Block, dieses Viertel endet wenigstens mit einem Unentschieden.

Im Schlussviertel ist rasch klar, dass die Swans an diesem Abend nichts zu bestellen haben: Wilson mit 5 Punkten und Sarlija mit 4 Punkten bauen den Vorsprung auf 66:50 aus. Murati per Dreier und auch White per Dreier sorgen fürs 58:70. Dann unterläuft Kapfenberg auch noch eine 24-Sekunden Violation, White scort rasch zum 60:70. Aber Coffin setzt mit einem Dreier den zaghaften Swans-Bemühungen sofort ein Ende. Linortner und Friedrich bringen die Gmundner zwar nochmals auf 64:73 heran, aber es sind nur noch 2 Minuten auf der Spieluhr. Am Ende ist dann nicht mehr viel Gegenwehr, bezeichnend auch, dass der letzte Angriff von Friedrich höchst unglücklich noch rausfällt.

Fazit:
Kapfenberg war physisch und auch spielerisch überlegen, dominierte den Rebound und verteidigte konsequenter. Entscheidend war ein zweites Spielviertel, in dem die Swans von allen guten Geistern verlassen waren, danach war nicht mehr viel zu holen, weil man an diesem Abend auch nicht die Mitteln dazu hatte.
Augenscheinlich ist, dass die Spielanlage derzeit extrem langsam und statisch ist, es viel zu wenig Bewegung ohne Ball gibt und auch die Trefferquote von außen mehr als mangelhaft war.
Zufrieden konnte man offensiv nur mit Brummitt sein, auch Blazan und Linortner verzeichneten Teilerfolge, Murati (mit Gesichtsmaske) war trotz dieses Handicaps ebenfalls einige Male erfolgreich. Defensiv konnte man 1:1 überhaupt nicht reüssieren, die Reboundarbeit war ebenfalls mangelhaft. Insgesamt war es eine sehr enttäuschende Leistung der Swans. Kapfenberg gewann hoch verdient, gefühlt auch viel höher als das Ergebnis letztlich aussagte.

Punkte:
Brummit 17, Murati u. White je 11, Blazan 7, Friedrich u. Linortner je 6, Draskovic u. Murray je 4

Vujosevic 18, Coffin u. Wilson je 14, Nelson-Henry u. Sarlija je 13, Stegnjaic 5, Bowles 2