27.12.2019

Spielbericht Klosterneuburg

Klosterneuburg Dukes – Swans Gmunden 87:94 (27:34, 44:52, 62:64)

Die Dukes erstmals wieder mit Danek, daher komplett, die Swans wie angekündigt ohne Murati, Ogunyemi, Linortner und Hofinger.

Der Tabellenführer beginnt mit einem Hopfgartner-Dreier, die Swans kontern zweimal durch Friedrich zum 4:3. Lakoju verwertet einen Freiwurf zum 4:4, danach wechselt die Führung in einem von beiden Teams sehr offensiv geführten Spiel mehrmals. Bei 12:13 gelingt Benjamin Güttl ein weiter Dreier zum 15:13, Schartmüller lässt wenig später gleich den nächsten zum 18:13 folgen, die Swans sind „on fire“. Güttl und zweimal Blazan bauen weiter auf 26:18 aus, Friedrich und Blazan gelingen 2 Dreier zum 34:25, aber auch Klosterneuburg scort konstant, zuletzt durch 2 Danek-Freiwürfe zum 34:27 Viertelendstand.

Loveridge eröffnet zum 36:27 und nach einem Bavcic Turnover ist es Friedrich, der den nächsten Dreier zum 39:29 versenkt. Dann unterläuft Schartmüller schon bald sein drittes Foul, aber auch das bringt die Swans nicht aus dem Konzept, sie treffen weiterhin traumwandlerisch sicher. Friedrich scort erneut vom Dreier zum 42:27, bis dahin gelingt den Gmundnern fast alles. Dann beginnen sich die Dukes allerdings zu erfangen, verteidigen auch konsequenter und als Danek per Dreier auf 44:37 verkürzt, scheint sich das Blatt zu wenden. Dazu noch das dritte Foul von Woods und 2 Swans – Fehlwürfe von außen, Klosterneuburg ist weiter im Aufwind. Lanegger und Miletic verkürzen auf 47:43, kurz vor der Halbzeit lässt Hopfgartner einen Freiwurf liegen, die Swans haben die letzte Offense und Blazan trifft einen tollen Dreier mit dem Pausensignal – doch wieder +8.

Auch danach bleibt das Tempo im Spiel hoch, Defense wird auf beiden Seiten nicht sehr groß geschrieben, wobei die Swans da ja vor allem personell sehr eingeschränkt sind. Blazan eröffnet mit einem Dreier zum 55:44, Hopfgartner verkürzt per and-1 auf 55:47. Dann setzt sich zweimal Loveridge in Szene, die Swans führen 60:51. Als dann Woods sogar auf 62:51 ausbaut, scheinen die Swans sich wieder erholt zu haben, doch das 4. Foul von Schartmüller und Woods trübt die Freude. Klosterneuburg attackiert nun verstärkt den Korb, das trägt Früchte und die Dukes kommen Punkt um Punkt wieder heran. Die Swans treffen offensiv plötzlich nichts mehr (Loveridge) und als Woods auch noch sein fünftes Foul begeht, scheinen die Felle davon zu schwimmen. Am Ende des Viertels sind nur noch 2 Punkte Vorsprung übriggeblieben.

Der Schlussabschnitt beginnt mit einem Freiwurf von Friedrich zum 65:62. Bauer wird allerdings am Dreier gefoult, trifft alle 3 Würfe zum Ausgleich. Es folgen 2 starke Szenen von Schartmüller, die letzte führt per Dreier zur neuerlichen 70:67 Führung. Aber auch Miletic versenkt einen Dreier und als Lakoju sein Team 72:70 in Front bringt, deutet alles auf eine endgültige Trendwende hin. Aber Loveridge gleicht aus und nach einem Lakoju Fehlwurf kommen die Swans wieder in Ballbesitz, erneut ist es Schartmüller, der mit einem Dreier die Swans in Front wirft. Danek verkürzt postwendend, aber Blazan versenkt den nächsten Dreier zum 78:74, was ein Timeout der Dukes nach sich zieht. Gleich danach begeht Blazan sein 4. Foul und Lanegger trifft einen Dreier zum 78:77 Anschluss. Die Swans kämpfen zwar aufopfernd, zwingen Klosterneuburg auch zu einer 24-Sekunden Übertretung, treffen aber selbst nun nichts mehr. Dann unterläuft auch noch Schartmüller sein 5. Foul, Jakubowski trifft einen Freiwurf zum erneuten Ausgleich. 3’40 vor dem Ende nun auch ein Timeout der Swans, das eigentlich nur zum Ausschnaufen dient: Gleich danach trifft Güttl den nächsten Dreier zum 81:78, aber Jakubowski holt einen Offensivrebound und scort zum 81:80. Güttl wird gefoult, trifft beide Freiwürfe zum 83:80, Lanegger stellt sofort auf 83:82. Dann wird Hieslmair ein Offensivfoul gepfiffen, aus der folgenden Dukes Offense gelingt wiederum Lanegger das 84:83, alles scheint umsonst. Aber Blazan scort in der Zone, holt die Führung zurück und als Burgemeister verwirft, Güttl den Rebound holt, wird dieser gefoult. Er trifft den ersten Freiwurf, verwirft den zweiten, macht aber den Fehler sofort wieder gut, denn er stealt dem anstürmenden Danek den Ball. 33 Sekunden vor dem Ende erzielt er per Lay-up das 88:84, es folgt das nächste Klosterneuburg – Timeout. Miletic verwirft, Loveridge hat den Rebound, wird gefoult und trifft beide Freiwürfe zum 90:84. Lanegger trifft 14 Sekunden vor dem Ende noch einen unglaublichen Dreier zum 90:87, danach sofort das Foul an Blazan, aber der bleibt an der Linie cool. Auch der letzte Wurfversuch Klosterneuburgs geht daneben, Loveridge wird am Rebound gefoult und trifft in der letzten Sekunde ebenfalls beide Freiwürfe – damit haben die Swans auch noch das direkte Duell gewonnen.

Es war eine unglaubliche Willensleistung der dezimierten Swans. Freilich konnte man in der Defense nicht so dagegenhalten wie mit voller Rotation, freilich gab‘s immer wieder einige Minuten Leerlauf, aber wie das Team die jeweiligen Rückschläge wegsteckte und am Ende dann auch die dritte Luft bekam, das war wirklich sehenswert. An dieser Stelle sei auch einmal angemerkt, dass die jungen Swans wie Blagojevic (über 9 Minuten), Diemer (knapp 7 Minuten) und Hieslmair (über 5 Minuten) wichtige Beiträge lieferten und mit ihren Minuten, in denen sie zwar nicht als Scorer in Erscheinung traten aber auch nicht viel falsch machten, viel zum Erfolg beitrugen.?Herausragend natürlich die Starter: Friedrich in einer fantastischen ersten Halbzeit (20 Punkte), Blazan, Güttl übers gesamte Spiel gesehen und Loveridge in der Crunchtime, das war schon sehr fein. Dazu noch ein eiskalter Schartmüller, der alle seine 3 Dreier versenkte, kurzum ein wirklich tolles Kollektiv mit einer glänzenden Wurfleistung (53% aus dem Zweipunktebereich, grandiose 50% vom Dreier – 15 von 30). Am Ende auch ein passables Reboundverhältnis (33:37), für die Einsatzzeiten der Starter auch nur 13 Turnover.

Punkte: Blazan 22, dazu 6 Rebounds; Friedrich 21, dazu 9 Assists, Güttl 20, 5 Rebounds, 4 Assists, Loveridge 18, 5 Rebounds, Schartmüller 11, dazu 4 Rebounds., Woods 2, 4 Rebounds – allerdings auch nur 10:30 im Einsatz, dann mit 5 Fouls draußen.

Für Klosterneuburg: Lanegger 18, Hopfgartner 14, dazu 10 Rebounds, Lakoju 13, Miletic 12, Jakubowski 10, Bauer 8, Danek 6, Burgemeister 5, Leydolf 1, Bavcic, Blazevic.