22.04.2019

Spielbericht Oberwart

Oberwart Gunners – Swans Gmunden 84:79 n. V. (20:17, 42:31, 52:46, 73:73)

Die Swans müssen außer auf Klette auch auf Blazan verzichten, der am rechten Handgelenk einen Sehneneinriss erlitten hat und zumindest auch noch die kommende Woche ausfallen wird. Die lädierten Murati, Brummitt und White laufen ein.?Bei Oberwart fehlt weiterhin Käferle, ansonsten sind dort alle Mann am Bord, die Gunners können bei einem Sieg sogar noch den Grunddurchgang gewinnen, bei einer Niederlage aber auch noch auf Platz 3 abrutschen.

Die Swans beginnen stark, Friedrich eröffnet mit einem Dreier und nach einem White Steal ist der Guard im Fastbreak erneut erfolgreich. Dann allerdings dasselbe Bild auf Oberwarter Seite, Tawiah sorgt mit einem Dunking nach Fastbreak für die ersten Gunners-Punkte. Brummitt erhöht auf 7:2 ehe die Swans Herrlichkeit für einige Minuten Geschichte ist: Mikutis bringt sein Team mit 2 Dreiern hintereinander auf 8:7 in Front, die Swans werden nun auch noch sehr fehleranfällig, kassieren jeweils nach Turnover einen Korb durch Lescault und einen weiteren Dreier von Mikutis zum 7:13. Nach diesem 11:0 Run folgt das erste Swans-Timeout, dem starke Aktionen von Friedrich und Brummitt folgen, nur noch 11:13. Poljak und Linortner scoren ebenfalls, Lescault und Murray per Fast break stellen auf 15:17, es folgt das erste Timeout von Oberwart. Szkutta wird gefoult, trifft aber nur einen Freiwurf, im Gegenzug ist White am Offensivrebound erfolgreich, verkürzt auf 17:18. Die letzte Offense verwertet allerdings Coleman zum 20:17 Viertelendstand.

Miner baut auf 22:17 aus, ehe Brummitt mit 2 Freiwürfen auf 22:19 stellt. Coleman kann per and-1 auf 25:19 ausbauen, ehe die Schiedsrichter das erste Mal sehr gewichtig ins Geschehen eingreifen: White wird bei mehreren Wurfversuchen mehrfach gefoult, die Pfeife bleibt aber stumm. Der in Rage geratene White schubst seinen Gegenspieler, das wird dann sehr wohl als unsportliches Foul geahndet, Oberwart kann durch 2 Mikutis-Freiwürfe und einen Ochsenhofer Korb auf 29:19 ausbauen. Nach einem weiteren Turnover der Swans ist es Tawiah, der auf 31:19 ausbaut und der gefoulte Lescault erhöht mit einem Freiwurf sogar auf 32:19. In weiterer Folge erfangen sich die Swans zwar etwas, Friedrich kann per Dreier auf 27:35 verkürzen. Derselbe stealt in der folgenden Aktion den Ball, wird aber zurückgepfiffen, da ein Foul gesehen wurde. Poljak verwertet beide Freiwürfe zum 37:27, bis zur Pause gibt’s hüben wie drüben noch einige erfolgreiche Aktionen, Lescault hat das Schlusswort zum 42:31. ?
Bemerkung am Rande: Murati, der nur mit Schmerzmedikamenten spieltauglich war, gelingt in dieser ersten Halbzeit kein einziger Punkt!

Die zweite Halbzeit beginnt mit einem Tawiah Korb zum 44:31. Dann endlich der erste Murati-Korb und gleich darauf ein Murray Steal, den dieser mit einem Dunking zum 35:44 abschließt. Die Gunners bleiben aber vorerst noch stabil, halten ihren Vorsprung bis knapp vors Viertelende. Dann allerdings wird Linortner gefoult, trifft beide Freiwürfe. Die folgende Offense endet mit einer 24-Sekunden-Übertretung der Gunners, Murati wird im Gegenzug gefoult, trifft beide Freiwürfe – nur noch -6 aus Sicht der Swans. Die Gmundner haben am Ende sogar noch zweimal die Chance, noch näher heranzukommen, verwerfen aber.

Der letzte Spielabschnitt beginnt mit dem 5. Foul von Linortner, die ohnehin schon kurze Rotation der Swans wird nochmals dünner. Aber die Swans sind jetzt kämpferisch voll da, zuerst Murati und danach Friedrich, der nach einem Steal gefoult wird, bringen die Gmundner auf 49:52 heran. Dann nochmals ein Rückschlag, als Murati ein ärgerlicher Turnover unterläuft, die Gunners per Fastbreak wieder auf 54:49 stellen. Aber Brummitt trifft mit einem Dreier zum 54:52 und nach einem Block von Brummitt auch Friedrich im Fastbreak – es steht plötzlich 54:54, das Spiel ist wieder völlig offen. Kurze Zeit legen die Gunners immer wieder vor, die Swans ziehen nach. Allerdings hat man Inside schon große Foulprobleme, Oberwart profitiert davon und kommt wieder auf 62:56 weg. Aber White nach Offensivrebound verkürzt erneut, Oberwart trifft im Gegenzug nicht. Brummitt wird wieder ungestraft sehr hart attackiert, es folgt der nächste Gegenangriff der Gunners, der allerdings wieder mit einem Fehlwurf endet. So kann White auf 62:60 verkürzen, ehe die Swans, die aufgrund der Foulprobleme nun Zone verteidigen, von Ochsenhofer einen Dreier hinnehmen müssen. Aber Brummitt ist in der nächsten Offense erneut erfolgreich, nur noch 62:65. Die Gunners verwerfen erneut, aber nun unterläuft Friedrich ein krasser Turnover, Lescault wird gefoult, trifft beide Freiwürfe zum 67:62. Murray zieht unwiderstehlich zum Korb, dunkt den Ball zum 64:67. Brummitt wird bei einem Block gegen Tawiah das 5. Foul gepfiffen, der Engländer trifft beide Freiwürfe zum 69:64. In der letzten Minute überschlagen sich dann die Ereignisse: Schartmüller verkürzt aus der Halbdistanz auf 70:72, Oberwart verliert im Gegenzug den Ball. In der nächsten Offense versucht es Schartmüller vom Dreier, verwirft aber. Poljak wird sofort gefoult, trifft aber nur einen Freiwurf zum 73:70. Timeout der Swans, man hat noch 14 Sekunden Zeit. Murati nimmt 5 Sekunden vor dem Ende einen ganz weiten Dreier, trifft zum 73:73 Ausgleich. Oberwart bringt in den letzten Sekunden nichts mehr zusammen – Overtime.

Die beginnt mit einer 24 Sekunden Übertretung der Gunners. Murray kann im Gegenzug nicht gestoppt werden, bringt die Swans erstmals seit der Anfangsphase wieder mit 75:73 in Front. Dann aber der nächste Tiefschlag, denn auch White muss nach seinem 5. Foul runter, die letzten 4 Minuten kommt der junge Marko Rakic als Insidespieler zum Einsatz. Jetzt wird enorm gefightet, die dezimierten Swans müssen weiterhin viele Fouls machen, Lescault und Poljak drehen mit Freiwürfen wieder das Spiel auf 76:75. Aber auch Murati wird gefoult, trifft beide Freiwürfe zum 77:76. Oberwart kontert postwendend zum 78:77, Murray verwirft aussichtsreich und als Lescault mit einem Dreier auf 81:77 stellt, scheint das Spiel eingangs der Schlussminute erneut entschieden. Friedrich versuchts mit einem Gewaltdreier, scheitert. Lescault wird im Gegenzug wieder auf die Freiwurflinie geschickt – und er verwirft zweimal. Murray wird im Gegenzug gefoult, trifft beide Freiwürfe zum 79:81. Oberwart vertändelt in der folgenden Offense den Ball, Timeout Swans. Kurz darauf die spielentscheidende Szene: Ochsenhofer floppt nach einem Block theatralisch, Schiedsrichter Eger sieht dies als Offensivfoul Muratis, ein sehr zweifelhafter Pfiff. Murati muss Wolf schnell foulen, der trifft einen Freiwurf zum 82:79. Der letzte Dreier von Friedrich geht nicht rein, 2 Sekunden vor dem Ende noch ein Foul an Lescault, die beiden Freiwürfe sind aber nur noch Kosmetik.

Fazit:
Nach einer sehr durchwachsenen ersten Halbzeit, in der man zweimal zweistellige Runs der Gunners hinnehmen musste und die Swans viele krasse Turnover produzierten, zeigte die Truppe von Coach Wimmer danach eine extrem beherzte Leistung. Trotz der nominellen Schwächung und der groben Foulprobleme kämpfte man sich Punkt um Punkt heran und hätte mit einem Quäntchen Glück wohl schon in der regulären Spielzeit gewinnen können. So aber kam’s zu einer Overtime, in der man endgültig massive Personalprobleme hatte und das konnte nicht gut gehen.

Statistikwerte: Brummitt 18 Pkte, 7 Reb., 1 Ass.; Friedrich 16 Punkte, 4 Assists, 4 Turnover; Murati 15 Punkte (alle nach der Pause) 4 Rebounds, 4 Assists, 4 Turnover; Murray 14 Punkte, 6 Rebounds, 2 Turnover, White 8 Punkte, 10 Reb., 2 Steals, 2 Assists; Linortner 6 Pkte, 2 Turnover; Schartmüller 2 Punkte.

Für die Gunners: Lescault 26, Mikutis 20, Tawiah 10 (dazu 13 Rebounds), Poljak 9, Coleman 8, Ochsenhofer 5, Wolf 3, Miner 2, Szkutta 1