03.03.2019

Spielbericht Timberwolves

DC Vienna Timberwolves – Basket Swans Gmunden 74:68 (19:19, 39:38, 54:57)

Das Heimteam erwischt den besseren Start, führt durch Scott rasch 5:0, ehe Friedrich erstmals für die Swans anschreiben kann. In den nächsten Minuten ein offenes Spiel, White kann die Swans mit einem Dreier auf 9:10 heranbringen und nach einem Fastbreak schafft Brummitt nach 5 Minuten die erstmalige Führung. In dieser Phase hätte man die Führung rasch ausbauen können, trifft aber rein gar nichts, einzig Brummitt kann mit zwei verwandelten Freiwürfen auf 15:12 stellen. Linortner kann nach einem Timberwolves Turnover auf 17:12 ausbauen, aber anstatt nun solider zu Werke zu gehen, werden die Swans wieder eklatant fehleranfällig. Nikolic kann per Dreier sein Team wieder heranwerfen, wenig später erzielen die Wiener mit einem einfachen Lay-up den Ausgleich. Nochmals bringt Klette mit 2 Freiwürfen die Swans in Front, aber nach einem Offensivrebound gelingt dem Heimteam nochmals der Ausgleich.

Auch im 2. Viertel sind die Wiener am Anfang wacher, nützen defensive Unkonzentriertheiten der Gmundner zur 26:21 Führung. Murray per Dreier verkürzt auf 24:26, wenig später lässt Schartmüller einen ebensolchen folgen, die Swans führen 27:26. Blazan kann mit 2 Freiwürfen auf 29:26 ausbauen, aber wie schon in den ersten 10 Minuten verlieren die Swans in der Folge völlig den Faden. Die Timberwolves gehen ohne wirklich glänzen zu müssen wieder in Front, führen durch Scott kurz vor dem Wechsel 38:35. Dann eine signifikante Situation: Die Swans verwerfen 4 Mal in Folge, holen aber immer wieder den Offensivrebound, ehe Klette nach einem Offensivfoul zurückgepfiffen wird. Die Timberwolves verwerten einen Freiwurf und nach einem Timeout der Swans kann Blazan mit einem Dreier kurz vor Ende der Halbzeit wenigstens noch Schadensbegrenzung betreiben.

Im dritten Viertel verläuft das Spiel bis 43:43 völlig ausgeglichen, ehe Brummitt sein drittes Offensivfoul begeht. Trotzdem gehen die Swans durch einen Friedrich Fastbreak 45:43 in Front und als derselbe kurz darauf gefoult wird, der Wiener Coach auch noch ein technisches Foul kassiert, kann Friedrich mit 3 Freiwürfen auf 48:43 stellen. Aber es bleibt dabei: Kaum gelingt ein kleiner Vorsprung, ist man in der Defense völlig apathisch. Nikolic verkürzt auf 48:45 und nach einer 24 Sekunden Übertretung der Gmundner gelingt Scott mit einem Dreier wieder der Ausgleich. Bis zum Ende des Viertels wogt das Spiel nun hin und her, Murati mit einem Dreier und Linortner mit dem letzten Korb bringen die Swans doch noch knapp voran.

Das letzte Viertel beginnt dann genauso, wie man es nicht wollte: Linortner gelingt ein Steal, aber Murati verliert postwendend den Ball. Nikolic erzielt durch diesen Ballgewinn per Dreier den Ausgleich und ab diesem Zeitpunkt werden die beherzt kämpfenden Wiener immer besser, die Swans verlieren völlig die Struktur im Spiel. Mit einfachen Spielzügen und abschließenden Lay-ups kommen die Timberwolves auf 65:59 weg, bei einer Offensivaktion verletzt sich auch noch White, muss auf die Bank. Auch ein Timeout der Swans bringt keine Besserung, denn unmittelbar danach kann Kolaric völlig unverteidigt auf 67:59 ausbauen. Murati und Brummitt lassen 5 Minuten vor dem Ende mit 2 raschen Körben wieder Hoffnung aufkeimen, man hätte auch weitere zwei Steals durch Brummitt zu verzeichnen, verwirft aber beide Offenses kläglich. Die Timberwolves können mit einem weiteren Lay-up auf 69:63 ausbauen, die Swans sind offensiv nach wie vor unterirdisch. Der Höhepunkt ist dann ein fragwürdiges Offensivfoul von White, dessen Korb nicht zählt und er danach auch noch ein technisches Foul kassiert. Den Freiwurf verwerten die Timberwolves zum 70:63. Zwar verteidigen die Swans in diesen letzten 2 Minuten sehr aggressiv, es gelingen auch einige Ballgewinne, aber offensiv ist man einfach entsetzlich schlecht. So können die Timberwolves eigentlich relativ ungefährdet einen Sieg nach Hause spielen, der ihnen von den Swans am Tablett serviert wurde.

Fazit:
Eigentlich reiste man guten Mutes nach Wien: Endlich waren bis auf Hieslmair alle Akteure fit, konnte man während der Länderspielpause gut trainieren. Aber irgendwie fehlte dem Team in diesem Spiel jeglicher Esprit, die Körpersprache war negativ und man übertraf sich offensiv an Einfallslosigkeit und Behäbigkeit. Dazu kam eine unterirdische Wurfquote von 33%, 17 Turnover, von denen die meisten völlig ungezwungen waren und eine extrem fehleranfällige Man-to-man Defense, in der praktisch jeder Gmundner sein Gegenüber eins gegen eins nicht halten konnte.
Einziger Aktivposten war Friedrich, der wenigstens mit einiger Agilität versuchte, sein Team aus der allgemeinen Lethargie zu reißen.

Punkte: Friedrich 15 und 5 Steals, Murati 11, Blazan 10 (und 11 Rebounds), White 7 (dazu 11 Rebounds, 5 Assists aber auch 5 Turnover), Brummitt 7, Klette 6, Schartmüller 5, Linortner 4, Murray 3;

Für Wien: Scott 17, Nikolic, Hörberg je 14, Kolaric 10, Rotter 8, John 6, D’Angelo, Ringhofer je 2, Rados 1.