08.05.2019

Spielbericht VF III gegen Lions

Das Spiel beginnt mit zahlreichen Fehlwürfen beiderseits, White und Rados scoren für ihre Teams, ehe dann Güttl mit dem ersten Dreier die Lions in Szene setzt. In den nächsten Minuten nimmt das Offensivspiel dann Fahrt auf, White, Danek, Friedrich und Güttl stellen auf 6:10, die Swans nehmen ein erstes Timeout. Das fruchtet aber nichts, weil Gmunden wenig trifft, offensiv auch zu keinen guten Würfen kommt. Danek baut per Dreier auf 13:6 aus, Murati kann mit einem Shotclock-Dreier mit Brett auf 13:9 verkürzen. Es folgt der nächste Dreier durch Ray zum 16:9. White verkürzt mit 2 Freiwürfen, was eine Auszeit der Lions nach sich zieht. Andjelkovic und der nächste Lions Dreier durch Güttl bringen das Heimteam erstmals zweistellig in Front, Linortner kann mit einem Dreier nochmals für die Swans anschreiben, den Schlusspunkt setzt allerdings Suljanovic zum 23:14.

Im zweiten Spielabschnitt geht’s vorerst in derselben Tonart weiter: Die Swans verkürzen etwas, die Lions antworten, vorwiegend inside. Danek kann mit einem and-1 auf 18:28 ausbauen, die Swans bleiben vorerst weiter fehlerhaft. Als dann White ein and-1 gelingt, ist das der Startschuss zu einer Aufholjagd. Die gelingt auch deshalb, weil die  Swans nun auf Zonenverteidigung umstellen und die Lions offensiv ebenfalls zu schwächeln beginnen. Blazan, Friedrich und Murati per Dreier gelingt binnen weniger Minuten der 30:30 Ausgleich und bis zur Pause verläuft das Spiel völlig ausgeglichen. Kurz davor begeht Rados ein Offensivfoul, das ist sein drittes, den Schlusspunkt setzt trotzdem Danek, der mit 2 Freiwürfen den Pausenstand erzielt.

Gleich nach dem Wechsel erzielt White den Ausgleich und nun beginnen die Swans weitestgehend zu dominieren. White, Murati und Blazan bauen auf 44:39 aus, Murati mit einem and-1 gar auf 47:39, ehe Rados per Freiwurf und Ray den Bann für die Lions brechen. Aber die Swans sind nun richtig on fire, vor allem Friedrich trifft aus allen Lagen, stellt mit 2 Dreiern auf 53:42. Aber auch Danek trifft nun einen Dreier, Rados kann Inside noch eins drauflegen, die Swans bringen plötzlich wieder nichts mehr zusammen.

Das setzt sich auch im Schlussabschnitt vorerst fort: Fehlwürfe der Swans und Traiskirchen kommt wieder heran, zuerst durch einen Ray-Dreier und danach durch 2 Jumper von Schmit zum 54:54. Als dann Güttl per and-1 sein Team wieder 57:54 in Führung wirft, ist das Momentum endültig gekippt. Die Swans können zwar durch Brummitt und Blazan ausgleichen, das Spiel wird nun vorwiegend an der Freiwurflinie fortgesetzt. Ray kann mit einem Dreier nochmals auf 61:59 für die Lions stellen, ehe er sich ausfoult. Friedrich gleicht von der Linie aus, Schmit nach Offensivrebound und Friedrich mit einem weiten Zweier stellen auf 63:63. Die Swans kommen 3 Minuten vor dem Ende durch Murati zum 66:64, aber Schmit sorgt mit einem völlig unverteidigten Dreier fürs 67:66 der Lions und das war irgendwie der Money-Shot: Denn die Swans begehen in der Schlussphase unnötige Turnover, treffen auch gar nichts mehr, auch 2 Timeouts helfen nichts. So stehts 50 Sekunden vor dem Ende bereits 72:66 für die Lions. Murati kann per Dreier nochmals auf 72:69 verkürzen, der nächste Lions – Angriff endet mit einem Brummitt – Rebound, und der stark auftretende Swan übersieht Rados, passt dem direkt in die Hände. Von dem gelangt der Ball zu  Danek, der wird am Dreier gefoult, bekommt 3 Freiwürfe zugesprochen. Der ansonsten so sichere Danek verwirft die ersten beiden, trifft den dritten, das war die Entscheidung. Friedrich gelingt zwar noch ein weiterer Dreier, aber Danek macht mit einem Freiwurf und einem absichtlich verworfenen dann alles klar.

Fazit: Aus Swans Sicht ein Spiel wie auf einer Hochschaubahn: Die Lions zeigen sich über weite Strecken treffsicherer, wackeln aber im dritten Viertel gewaltig. Das können die Swans allerdings nicht vollends nutzen, da hätte man den Sack zumachen können. In der Crunchtime sind dann die Lions effektiver, die Swans spielen offensiv zu kompliziert, das wars.

Offensiv war Friedrich überragend, auch Murati, White und phasenweise Blazan agierten da gut. Insgesamt war aber die Wurfquote der Swans ein wenig zu schwach, um dieses Spiel zu gewinnen (46 zu 49%) Defensiv gabs erneut so manche Defizite beim Aussperren, obwohl die statistischen Werte sowohl was das Rebounding als auch die Turnover praktisch gleich waren.

Endstand : 74:72 (23:14, 36:34, 47:54) für Traiskirchen

Beste Werfer:

Für Gmunden: Friedrich 21, Murati 18, White 13, Blazan 9, Brummitt 8 (dazu 10 Rebounds), Linortner 3. Murray, Schartmüller und Draskovic ohne Scoring.

Für die Lions: Danek 17, Güttl, Andjelkovic je 13, Ray 11, Rados, Schmit je 9, Suljanovic 2.