29.03.2018

Spielbericht Vienna

BC Hallmann Vienna – Basket Swans Gmunden 98:100 (25:20, 53:44, 70:70)

 

Die Swans beginnen mit Mitchell statt dem leicht am Rücken lädierten Friedrich, Vienna mit der obligaten Starting-5.

Mitchell sorgt auch für den ersten Korb, Hubalek zieht im Gegenzug ein Foul, trifft beide Freiwürfe. Dann ein erster Turnover der Swans, Gvozden nutzt dies zur Vienna Führung, die Hubalek kurz daruf auf 6:2 ausbaut. Murati macht sich mit einem Dreier bemerkbar, Hubalek legt auf der anderen Seite einen Korb drauf. Auch Gaidys setzt sich erstmals in Szene, verkürzt auf 7:8. Dann ein erster Dreier von Detrick zum 7:11, Blazan kann’s ihm auf der anderen Seite nicht gleichtun. Wesby erkämpft sich den Ball, verwertet den Fastbreak zum 9:11, Dowell und Murati stellen auf 11:13. Hubalek gelingt ein and-1 zum 11:16, Dowell per Freiwurf und Gvozden bauen auf 19:11 aus, auch weil die Swans in dieser Phase nichts treffen. Klette beendet diese offensive Schwächephase, aber wieder ist es Gvozden, der auf 21:13 stellt. Dann ein weiterer Dreier von Murati, das ist der Auftakt zu einer starken Swans-Schlussphase in diesem Viertel, die nur durch einen Buzzerbeater von Stazic gestört wird – 25:20 für Vienna.

Das zweite Viertel beginnt mit einem Vienna-Turnover, den Friedrich zum 22:25 nutzt. Aber Stazic wird beim erfolgreichen Dreier gefoult, verwirft allerdings den Bonuswurf – nur 28:22. Klette stellt auf 24:28, aber Stazic beginnt jetzt heiß zu laufen, trifft den nächsten Dreier zum 31:24. Nochmals ist es Klette, der für die Swans auf 26:31 verkürzt, dann beginnen aber 4 schreckliche Minuten der Swans: Dowell auf 33:26, nach einem Swans – Fehlwurf wird Stazic beim Dreier gefoult, trifft alle 3 Freiwürfe zum 36:26. Murati unterbricht kurz die Stazic Festspiele, der gleich den nächsten Dreier zum 39:28 einbaut. Die Swans können wieder nicht scoren, ganz anders Detrick, der ebenfalls einen Dreier zum 42:28 versenkt. Coach Wimmer nimmt ein Timeout, aber das fruchtet vorerst auch nicht, Vienna trifft weiterhin wie von einem anderen Stern, geht mit einem Stazic Dreier sogar 51:32 in Front. Die Swans scheinen extrem müde und auch ratlos, ein weiteres Timeout der Swans scheint aber dann Wunder zu wirken: Man verteidigt ein box and 1 gegen Stazic, mit dem kommen die Wiener überraschend wenig zurecht. Friedrich, Wesby und Blazan können auf 39:53 verkürzen, jetzt nimmt auch Vienna ein Timeout. Aber Detrick verwirft auch nach dieser (ansonsten traf der Oldboy sensationell, am Ende 5 von 7 Dreiern), Blazan stellt mit einem Dreier auf 53:42. Und auch Hubalek kann nicht scoren, dafür Friedrich, der mit der Schlusssirene einen Fastbreak zum 44:53 abschließt, damit sind die Swans wieder einigermaßen im Spiel.

Gvozden wird von Wesby gefoult (dessen 3.), trifft aber nur einen Freiwurf. Gaidys macht’s im Gegenzug besser, trifft beide Freiwürfe. Dowell verwirft die nächste Vienna – Offense, Blazan bringt die Swans auf 48:54 heran. Mitchell gelingt ein Steal, Gaidys verwertet vorne – nur noch 50:54. Wesby begeht kurz darauf sein 4. Foul, für ihn kommt Rountree. Dowell kann die beiden Freiwürfe versenken, aber Murati stellt im Gegenzug sofort auf 52:56. Ein weiterer Steal von Mitchell sorgt für den erneuten Swans-Ballbesitz, den Rountree per Dreier zum 55:56 verwertet. Und nochmals stealt Mitchell den Ball, verwertet nun selbst einen Dreier – die Swans führen knapp 9 Minuten nach einem 19-Punkte-Rückstand mit 58:56, was für ein verrücktes Spiel. Vienna nimmt ein Timeout, wieder können die Swans den Ball erkämpfen und kommen durch einen Blazan Fastbreak zum 60:56. Aber jetzt beginnen wieder die Dreierfestspiele von Vienna: Zuerst Detrick, wenig später Dowell, die Schwächephase der Wiener wird für beendet erklärt. Die Swans begehen da auch einige unnötige Turnover, Gvozden nutzt einen dieser zum 64:60 für sein Team. Aber Rountree ist jetzt wie aufgezogen, trifft per and-1 zum 64:63, aber Dowell trifft den nächsten Dreier zum 67:63 für Vienna. Aber auch Friedrich scort nun vom Dreier, Stazic hält Vienna mit einem Freiwurf zum 68:66 in Front. Dann unterläuft den Swans der nächste Turnover, aber Rountree stealt sofort, wird danach von Stazic unsportlich gefoult und trifft beide Freiwürfe. Aber auch im folgenden Angriff verlieren die Swans den Ball, insgesamt begehen die Swans in diesem Viertel 7 Turnover. Dowell stellt auf 70:68, aber wieder sind es die Swans, die in Person von Murati mit dem Viertelsignal auf 70:70 stellen.

Der Schlussabschnitt ist dann an Spannung nicht mehr zu überbieten: Vienna legt 3 Mal vor, die Swans können durch Rountree und 4 Murati-Freiwürfe jeweils ausgleichen. Dann ein seltener Vienna Turnover, Murati nutzt auch diesen, stellt auf 78:76. Er reklamiert dabei zu heftig Foulspiel, bekommt ein technisches Foul, Stazic trifft den Freiwurf, aber er verwirft danach den Dreier. Friedrich gelingt im Gegenzug ein and-1, die Swans führen 81:77. Aber Stazic hält mit dem nächsten Dreier dagegen, Friedrich allerdings im Gegenzug mit einem Lay-up auch – 83:80. Hubalek, Klette, Detrick und Rountree stellen auf 87:84, ehe Detrick per Dreier 2:33 vor dem Ende wieder der Ausgleich gelingt. Aber Rountree tut‘s ihm im Gegenzug gleich, stellt auf 90:87. Hubalek hält dagegen – nur noch 90:89, es geht noch knapp 2 Minuten. Blazan wird gefoult, trifft aber nur einen Freiwurf zum 91:89. Hubalek trifft im Gegenzug nicht, aber auch Blazan verwirft einen offenen Dreier, allerdings holt Friedrich den Offensivrebound, stellt selbst auf 93:89. Klette blockt 53 Sekunden vor dem Ende den nächsten Vienna – Wurf, Blazan läuft den Fastbreak und dunkt zum 95:89. Noch 28 Sekunden und Stazic beginnt wieder sein Werk: Gegen 2 Swans trifft er zum 95:92-Anschluss. Rountree wird sofort gefoult, bleibt aber 12 Sekunden vor dem Ende nervenstark, trifft beide Freiwürfe zum 97:92. Dann wird Stazic beim Dreier gefoult, verwertet alle 3 Freiwürfe, 10 Sekunden vor dem Ende nur noch 97:95. Blazan wird gefoult, aber auch er trifft beide Freiwürfe zum 99:95, Vienna nimmt ein Timeout. Und wenn dann einmal Stazic nicht angespielt werden kann, ist Detrick zur Stelle, stellt 3 Sekunden vor dem Ende mit einem Dreier auf 98:99. Nun nehmen auch die Swans ihr letztes Timeout, Einwurf im Vorfeld, Murati bekommt den Ball, wird natürlich sofort gefoult. Er trifft den ersten, verwirft intelligent den zweiten, sodass die restliche Zeit runterläuft – der 100:98 Sieg steht fest.  

Fazit:
Welch bemerkenswerte Energieleistung der Swans: Nach 16 Minuten wirken sie nach dem anstrengenden Wochenende völlig ausgebrannt, scheinen in ein Debakel zu schlittern. Dann aber ein unglaubliches Aufbäumen und eine zweite Halbzeit, die an Spannung kaum mehr zu überbieten ist. Zudem übernimmt man da auch die Reboundhoheit (letztlich gewinnen die Swans den Kampf an den Brettern 33:22), einzig die vielen Turnover lassen Vienna immer wieder aufkommen. Dafür eine extra coole Vorstellung beim Freiwurf (18 von 20 getroffen, wobei der letzte ja absichtlich daneben geworfen wurde) und sehr gute 61% aus dem Feld (Vienna nur 52% trotz 13 getroffener Dreier – bei 27 Versuchen). Gratulation ans Team und natürlich auch an den Coaching-Staff, das war eine tolle Willensleistung.

Für Gmunden:
Murati: 23 Pkte, 4 Assists, 1 Steal, 5 Turnover.
Friedrich: 21 Pkte, 1 Rebound, 5 Assists, 2 Steals, 5 Turnover
Rountree: 17 Pkte (alle in Hälfte 2), 7 Rebounds, 2 Steals, 1 Assist, 2 Turnover.
Blazan: 14 Pkte, 5 Rebounds, 4 Assists
Klette: 8 Pkte, 2 Rebounds, 2 Turnover
Mitchell: 5 Pkte, 2 Rebounds, 4 Assists, 3 Steals, 1 Turnover
Wesby: 4 Pkte, 1 Rebound
Linortner: 3 Rebounds, 1 Turnover
Schartmüller: knapp 4 Minuten im Einsatz

Für Vienna: Stazic 32, Detrick 22, Hubalek 18, Dowell 16, Gvozden 10.