05.10.2019

Swans schlagen auch die Gunners

Die Swans können auch das erste Heimspiel der Saison für sich entscheiden. In einem zu diesem Zeitpunkt der Saison überraschend intensiven und physischem Spiel war heute Enis Murati offensiv nicht zu stoppen und begeisterte die Swans-Fans mit 33 Punkten.

Zum Spiel: Durch die Verletzung von Orion Outerbridge ergab sich Inside eine leichte Überlegenheit für Gmunden, die man zu Beginn des Spiels gut ausnutzte. 20 der 21 Punkte konnten die Swans in der Zone erzielen. Die Gunners waren vor allem im Fast Break und mit guten Penetrations zum Korb sehr gefährlich. Jedoch verstand es Oberwart phasenweise auch gut den Ball in den eigenen Reihen zirkulieren zu lassen, um so zu offenen Würfen zu gelangen.

Das zweite Viertel war, ähnlich dem ersten, geprägt von einem hohen Tempo, jedoch schlichen sich nun zunehmend Fehler auf beiden Seiten ein. Oberwart versuchte defensiv durch ein Full Court Press Druck auf die Guards der Swans zu machen. Offensiv blieb man der Spielweise aus dem ersten Viertel treu, da Gmunden auch im zweiten Spielabschnitt die schnellen Angriffe nicht wirklich in den Griff bekam. Auf Seiten der Gastgeber lief dann aber Enis Murati heiß. Er hielt vor allem offensiv dagegen und konnte mit seinen Dreiern auch die Zonen-Verteidigung der Gunners überwinden und so eine knappe 41:38 Halbzeitführung für Gmunden erarbeiten.

Gmunden kam wie entfesselt aus der Kabine aufs Feld und startete gleich mit einem 8:0 Run in die zweite Hälfte. Die Gunners hatten nun ähnliche Probleme, wie Gmunden in der ersten Halbzeit, nämlich den schnellen Zug zum Korb zu bremsen bzw. zu stoppen. Nach der Auszeit von Oberwart-Coach Leitner versuchte man immer wieder Friedrich im Post zu attackieren, aber man konnte die Würfe einfach nicht im Korb unterbringen. Doch man blieb weiterhin im Spiel, weil man die Fehler, die Gmunden anbot, gnadenlos ausnutzte.

Im vierten Viertel war die Verteidigung der Gäste dann deutlich besser. Jedoch fand man offensiv einfach nicht mehr den Rhythmus, wie noch zu Beginn des Spiels. Ganz anders sah das bei Enis Murati aus. Er hatte auf fast Alles eine Antwort, übernahm immer wieder Verantwortung und die Gunners fanden einfach kein Mittel gegen ihn. Kurz vor Ende der Partie kamen die Gunners noch einmal auf acht Punkte ran, doch Gmunden ließ sich die Führung nicht mehr nehmen und gewinnt gegen die Unger Steel Oberwart Gunners mit 85:75.

Fazit:
Es war ein gelungener Heimauftakt in die neue Admiral Basketball Superliga. Natürlich kann man noch nicht erwarten, dass alles reibungslos funktioniert, wenn man drei neue Spieler und einen neuen Trainer im Team hat.
Defensiv hat man noch Luft nach oben. Vor allem in der Rotation in der Verteidigung müssen noch ein paar Automatismen greifen, denn da hat man Oberwart zu oft alleine unter dem Korb gelassen.
Offensiv muss man heute einfach Enis Murati hervorheben. Mit 33 Punkten und nur drei Fehlwürfen im ganzen Spiel hat er heute gezeigt, wie wichtig er für die Mannschaft in dieser Saison ist.

Endstand: 85 : 75 (21:20, 41:38, 64:53) für Gmunden

Für Gmunden: Murati 33, Friedrich 15, Loveridge u. Ogunyemi je 10, Schartmüller 6, Güttl 5, Linortner 4, Blazan 2

Für Oberwart: Alexander 17, Mikutis 16, Katenda 10, Poljak 9, Sutt 8, Käferle 7, Wolf 5, Knessl 3

Stimmen zum Spiel:

Anton Mirolybov, Headcoach Gmunden: „Ich möchte meinen Spielern zum Sieg gratulieren. Es war ein physisches Spiel. Ich ziehe meinen Hut vor Oberwart, sie spielen wirklich körperlich und hart. Wir haben ihnen zu viele Offensivrebounds gegeben, aber unsere Defense in Hälfte zwei war besser und verantwortlich für den Sieg.“

Benedikt Güttl, Spieler Gmunden: „Erstes Heimspiel, wir haben etwas unsicher begonnen. Es waren viele Emotionen dabei. Man hat die Nervosität gespürt, es war nicht das schönste Spiel von uns. Aber wir haben relativ bald hineingefunden. Am Rebound haben wir große Probleme gehabt, da müssen wir in den nächsten Tagen arbeiten. Zum Glück haben wir heute einen Enis Murati gehabt, sonst hätte es wohl anders ausgeschaut. Zum Schluss haben dann aber auch noch andere Spieler wichtige Punkte gescort, wir müssen in solchen Situationen trotzdem noch lernen, vorsichtiger mit dem Ball umzugehen. Mit den Turnovers haben wir die Gunners fast nochmal zurück ins Spiel gelassen. Schlussendlich haben wir aber verdient gewonnen.“