24.03.2018

Swans treffen im Finale auf die Bulls

Die Swans Gmunden feiern im ersten Semifinale gegen Lokarivalen Flyers Wels einen klaren 98:70 Erfolg und treffen im Finale auf die Kapfenberg Bulls, die ihrerseits gegen die Fürstenfeld Panthers mit 83:73 gewinnen.

Gmunden steht damit zum bereits 8. Mal im Cupfinale. Zum zweiten Mal bestreiten die Swans am Sonntag mit Spielbeginn um 17.00 Uhr ein Cupfinale in eigener Halle. Die Flyers verpassten im ersten Jahr ihrer Vereinsgeschichte den Finaleinzug. 

Gmunden dominierte das Semifinale gegen ihren Landesrivalen von Beginn an. Nach einem überragenden Startviertel (39:22), ließen die fokussierten und konzentrierten Swans kein Comeback der Flyers mehr zu. Für Gmunden überragten Enis Murati (26 PTS) und Daniel Friedrich (25 PTS).

Gmunden startete überragend in dieses Spiel: Angeführt von Daniel Friedrich, der mit 25 Punkten sein „Season-high“ schaffte, legten die Swans einen 9:0-Start auf das Parkett. Fokussiert und konzentriert baute der Rekordcupsieger seinen Vorsprung auf 19:5 (5. Min) aus und lag nach 7,5 Minuten bereits 32:12 voraus. Gmunden traf speziell im ersten Viertel (39:22) phantastisch, scorte in den ersten zehn Minuten 77,8% aus dem Feld. Die Flyers fanden dann zu Beginn des zweiten Abschnitts besser ins Spiel. Sie scorten vermehrt aus ihrer schnellen Transition und verkürzten auf 28:39 (13. Min). Gmunden gelangen die ersten Punkte im zweiten Viertel erst nach vier Minuten – aber dann kontrollierten sie die Begegnung gekonnt, exekutierten offensiv entschlossen, waren in der Defensive druckvoll, aggressiv und bei der Trefferquote weiterhin hochprozentig. Schlussendlich waren die Swans in der zweiten Halbzeit überlegen.

Fazit:
Ein fulminantes Auftaktviertel der Swans: Angeführt von einem überragenden Daniel Friedrich (12 Punkte und 5 Assists in diesem Abschnitt) gelingen unglaubliche 39 Punkte in der Offensive. Einziger Kritikpunkt: In der Defensive fängt man auch 22 ein, davon sieben in den letzten beiden Minuten. Das wird prompt bestraft, in der obligaten Schwäne-Schwächephase im zweiten Viertel (da gelingt exakt vier Minuten und drei Sekunden lang kein Punkt) kommen die Flyers wieder in Schlagdistanz. Glück für uns, dass auch die Gäste ab dem 39:28 in der 13. Minute ihr Visier nicht mehr gut eingestellt hatten und unsere Mannschaft wieder zu treffen begann - so dass am Ende ein 18-Punkte-Halbzeitvorsprung herausschaute.

Im dritten Viertel hatte man dann das Gefühl, dass die Intensität nicht mehr so hoch war wie vor dem Seitenwechsel, dazu versuchten es die Schwäne jetzt zu viel aus der Distanz. Die Konsequenz daraus war das 64:50 in der 28. Minute, aber auch aus dieser kritischen Situation konnte sich unsere Mannschaft rasch wieder befreien und mit dem Buzzer Beater zum 72:54 war man wieder auf Kurs. Im letzten Viertel ging es weiter konzentriert zu Werke, spätestens nach dem Vier-Punkte-Spiel von Enis Murati zum 87:64 mit fünf Minuten auf der Uhr ist der Finaleinzug auch für die größten Zweifler nicht mehr in Frage gestanden.

Resümee: Ein starker Auftritt unserer Mannschaft mit nur einer längeren und wenigen kurzen Schwächephasen, dazu mit Daniel Friedrich und Enis Murati zwei Spieler, die aus einer starken Mannschaft noch herausragten. Wobei es auch augenfällig ist, dass die Bank dieses Mal nicht so viel zum Erfolg beitragen konnte wir gewohnt.

Endstand: 98 : 70 (39:22, 53:35, 72:54) für Gmunden

Die Spieler im Einzelnen:

Aaron Rountree (8 Pkt.): Solide Leistung, mit ungewohnt wenigen Highlights. Wichtig vor allem der Buzzer-Beater-Dreier zum 72:54 nach drei Vierteln.

Enis Murati (26 Pkt.): War mit 10 Punkten gemeinsam mit Daniel Friedrich hauptverantwortlich für die Swans-Punktelawine im ersten Viertel und auch danach ein verlässlicher Scorer (fast 77 % Erfolgsquote!) mit relativ vielen Pausen – vielleicht ein kleiner Vorteil mit Blick aufs Finale.

Daniel Friedrich (25 Pkt.): In der ersten Halbzeit mit 19 Punkten und 5 Assists der herausragende Akteur – konnte dieses Tempo verständlicherweise nicht ganz durchhalten, für einen „Einser“ reicht es aber trotzdem locker…

Adrian Mitchell (3 Pkt.): Vor allem in der ersten Halbzeit kein Faktor, kämpfte sich danach besser in die Begegnung – vor allem offensiv spielte er heute aber kaum eine Rolle.

Thomas Buchegger (3 Pkt.): Nur in der Schlussphase im Einsatz, da gleich dreimal von der Freiwurflinie erfolgreich.

Alex Wesby  (9 Pkt.): Solide Begegnung mit einer Plus/Minus-Statistik von 28. Aber auch mit einigen Foulproblemen.

Toni Blazan (9 Pkt.): Seine Verletzung merkte man ihm kaum an - er konnte u.a. sein Duell mit Carlos Novas-Mateo klar für sich entscheiden, ein nicht unwesentlicher Faktor für den Ausgang der Begegnung.

Lukas Schartmüller: Nur in der Schlussphase im Einsatz.

Matthias Linortner: Hatte sein Visier heute nicht gut eingestellt, in der ersten Halbzeit auch nicht vom Glück verfolgt. In der zweiten Halbzeit dann vor allem defensiv ein Faktor.

Tilo Klette (10 Pkt.): Nach seiner Krankheit mit wenig Spielzeit. Auch nicht recht treffsicher wie gewohnt (3 von 10), sein Dreier zum 79:60 war aber ein wichtiger Treffer zum richtigen Zeitpunkt.

Povilas Gaidys (10 Pkt.): Beste Leistung seit seiner Rückkehr nach der Verletzung, vor allem dieses Mal auch offensiv eine Bank. Mit einer Plus/Minus-Bilanz von 38 mit dem diesbezüglich klar besten Wert aller Spieler.

Thomas Hieslmair: Nur in der Schlussphase im Einsatz.

 

Mit den ece bulls Kapfenberg hat auch der zweite Favorit das Finale beim Raiffeisen Cup Final-4  erreicht. Der Titelverteidiger und aktuelle Tabellenführer der ADMIRAL Basketball Bundesliga gewann das zweite Semifinalspiel gegen die Raiffeisen Fürstenfeld Panthers mit 83:73. Kapfenberg steht damit, wie sein morgiger Gegner Swans Gmunden, zum bereits achten Mal in einem Endspiel um den Cuptitel. Fürstenfeld musste wie schon 2012 das Aus im Semifinale akzeptieren. Kapfenberg tat sich gegen Fürstenfeld lange schwer, erkämpfte sich aber am Ende wegen eine Vielzahl an „second-chance-points“ im vierten Abschnitt (16) und insgesamt guter Reboundarbeit (37:27) den Sieg.

Endstand: 83 : 73 (21:18, 44:41, 63:55) für Kapfenberg


Das Finalspiel findet morgen Sonntag, den 25. März um 17.00 Uhr in der Volksbank Arena in Gmunden statt.

Und nicht vergessen - Zeitumstellung auf Sommerzeit!