06.06.2018

Swans verlieren Finale # 4

Wie im Spiel am Sonntag geht es von Beginn an ordentlich zur Sache, das merkt man auch daran, dass auf beiden Seiten nach nur vier Spielminuten je ein Spieler schon zwei Fouls auf dem Konto hat: Kareem Jamar bei den Bulls und Daniel Friedrich bei den Swans.

Zum Spielverlauf: Da liegen im ersten Viertel zunächst meistens die Gäste voran - und das wie in Spiel 3 maximal mit drei Punkten (zuletzt in der 7. Minute beim 10:13). Dann schaffen die Swans die Wende und können, eine weiter Parallele zur letzten Begegnung, höchstens vier Punkte Vorsprung herausarbeiten. Den Buzzer-Beater schaffen dieses Mal aber die Bulls zum 23:21. Mit Brian Oliver haben sie aber erneut einen Spieler mit erheblichen Foulproblemen nach dem Startviertel mit schon drei Vergehen.

Der Start in Abschnitt zwei gehört den Steirern, sie schaffen einen viertelübergreifenden 9:0-Lauf bis zum 23:28 (13.). Die erste Auszeit im Spiel nehmen aber trotzdem die Bullen - und zwar nach dem 26:28 der Hausherren (14.). Durch drei erfolgreiche Treffer von Downtown kommen die Schwäne wieder auf 32:33 heran (15.), die Bulls halten aber dagegen, beim Stand von 34:37 folgt das erste Swans-Timeout (16.). Das beflügelt aber zunächst eher die Gäste, die mit 43:37 in Führung gehen (19.). Gmunden kämpft sich aber erneut heran, bei der nächsten Kapfenberger Auszeit mit 49 Sekunden auf der Uhr sind sie nur mehr einen Punkt hinten (42:43). Danach gibt es keinen zählbaren Erfolg mehr, damit führen die Bulls, wiederum wie in Spiel 3, zur Halbzeit mit dem knappsten aller Vorsprünge.

Mit einem Punkt liegen die Gäste auch im dritten Viertel meist voran, ehe ihnen in der 26. Minute vier Punkte in Folge zum 50:55 gelingen - Auszeit Swans. Danach kann Gmunden wieder auf Minus eins verkürzen (57:58, 28.), ein unsportliches Foul der Hausherren nutzen die Bulls aber zu ihrer höchsten Führung (57:64, 29.). Das ist gleichzeitig der Viertelendstand.

Das Schlussviertel beginnt mit einem 6:0-Lauf der Hausherren, und schon ist die Begegnung wieder völlig offen (63:64, 33.). Aber die Bullen schlagen postwendend zurück und erzielen ihrerseits sechs Zähler in Folge zum 63:70 (35.). Ein Timeout der Swans kann diesen Lauf auch nicht stoppen, in der selben Minute fällt noch das 63:72. Wer geglaubt hat, das wäre die Vorentscheidung in der Begegnung, hat bei diesen Play-Offs aber nicht genau zugesehen: Zwei Daniel-Friedrich-Dreier später sind die Swans wieder in Schlagweite (69:74). Und in dem Gmundner Hexenkessel, in dem man jetzt sein eigenes Wort nicht mehr versteht, kommen die Hausherren bis kurz vor dem Beginn der Schlussminute sogar wieder auf zwei Punkte heran (73:75). Und erobern anschließend sogar den Ball - diesen Ballbesitz verschenken sie aber ihrerseits mit einem Turnover. Das zwingt sie dazu, zu foulen - und Bogi Vujosevic behält an der Freiwürflinie die Nerven, stellt auf 73:77 (29,1 Sekunden vor den Spielende) bzw. auf 75:79 (18,0). Danach bringen die Swans keinen vernünftigen Wurf mehr zustande und Kapfenberg gleicht die Finalserie auf 2:2 aus und holt sich den Heimvorteil zurück. Die gute Nachricht daran: Wir sehen von diesem hochspannenden Fight mindestens sechs Spiele, am Samstag in Kapfenberg und am Dienstag wieder in Gmunden.

Fazit:
Heute waren es vor allem die Kleinigkeiten, die die Begegnung entschieden haben, wir hängen hier uns gleich an einer Tatsache auf, die diese Mannschaft schon seit langer Zeit verfolgt: Nämlich wie man die Zeit herunterspielt. Es darf, so wie im ersten Viertel, einfach nicht passieren, dass man mit 23,6 Sekunden auf der Uhr mit einem frühen Wurf dem Gegner noch einmal die Chance gibt, in Ballbesitz zu kommen. Der wurde prompt für 2 Punkte genutzt und wenn man sich die Endphase der Begegnung ansieht, hätte man diese zwei Punkte gut gebrauchen können….

 

Dazu kamen heute noch unnötige Turnover, dumme Fouls und überhastete Abschlüsse – und außerdem war man heute unter dem Korb deutlich unterlegen. Nicht so sehr bei den Rebounds (29:33), aber vor allem bei den Punkten, die innerhalb der Zone erzielt wurden (24:44). Da gilt es für die nächste Begegnung anzusetzen, um die „Gesetze der Serie“ – man war in diesen Play-Offs noch niemals in Rückstand, und hat noch nie zwei Spiele in Folge verloren – fortzusetzen.

Endstand: 75 : 79 (23:21, 42:43, 57:64) für Kapfenberg

Für Gmunden: Blazan 14, Gaidys u. Murati je 13, Friedrich 10, Klette 8, Rountree u. Wesby je 6, Mitchell 3, Linortner 2

Für Kapfenberg: Rados 23, Vujosevic 21, Stegnjaic 14, Jamar u. Krämer je 7, Schrittwieser 4, Coffin 3