27.09.2019

Vorschau Runde 1

Aufbruch in eine neue Ära

So kurz und prägnant könnte die Einleitung lauten. Leider hat diese aus Gmundner Sicht neue Zeitrechnung, im österreichischen Basketball mit einem Sieg des aktuellen Dauer-Abonnenten, was Titeln betrifft, begonnen – mit einem weiteren für die Kapfenberg Bulls. Noch kein bedeutender, wie von den Spielern im Vorfeld gesagt wurde, aber als Sportler trittst du an um Siege zu feiern. Daniel Friedrich meinte, gefragt auf die Schmerzen nach der neuerlichen Niederlage gegen die Steirer süffisant – „es hat nicht mehr so geschmerzt, wie bei den vorhergehenden 5 Finalniederlagen“. Mit der Zeit gewöhnt man sich eben daran.

Na ja, solange es zu keinem Dauerzustand ausartet, meinen wir.

Nach einigen Tagen Pause geht es am Wochenende in der neu formierten Admiral Basketball Superliga, der ehemaligen Bundesliga, richtig los. Der Auftaktgegner der neuen Saison und sein Coach, der beim Supercup-Spiel in Kapfenberg unter den Zuschauern weilte und sich schon fleißig Notizen machte, erwarten die Swans bei der Partie

Vienna D.C. Timberwolves vs. Basket Swans Gmunden
SA. 28.09. um 17.30 Uhr im Magenta Dome Wien

„Jung, hungrig, bissig“ so sagen die Wölfe selber, lautet ihr Motto. Ob es für die Wiener ein Antreten in der Regular Season überhaupt geben wird, stand lange auf Messers Schneide. Finanzielle Probleme mussten erst gelöst werden, bevor an der Zusammenstellung des Kaders gearbeitet werden konnte. Deshalb haben auch einige Leistungsträger der letzten Saison den Verein verlassen. Vor allem bei den Legionären wurde abgespeckt. Nemanja Nikolic (BIH), der letzte Saison schon dabei war und Philipp D´Angelo, beide 30 Jahre, bilden das Routiniers-Duo. Alle anderen Spieler des Teams sind 21 Jahre oder jünger. Einziger wirklicher Zugang ist Jakob Szkutta, der die letzten Saisonen bei den Oberwart Gunners unter Vertrag war und jetzt zu seinem Ausbildungsverein heimkehrt. Von den 3 Langzeitverletzten werden Peter Hofbauer und Jonas John wieder einsatzbereit sein. Der Dritte im Bunde, Laurence Müller, hat nach seiner schweren Knieverletzung wahrscheinlich noch bis zum Jahreswechsel Regeneration auf dem Programm stehen. Gleich geblieben ist hingegen das Coaching Team mit dem ehrgeizigen Hubert Schmidt, Stefan Grassegger und Robert Langer.

Unter diesen Umständen ist das selbst auferlegte Ziel der Wölfe der Klassenerhalt. Wie wir die Timberwolfes aber kennen, wird die hervorragende Nachwuchsarbeit im Laufe der Saison ihre Früchte zeigen und für die eine oder andere Überraschung sicherlich sorgen. Wenngleich wir natürlich hoffen, dass das nicht gleich im Auftaktspiel gegen die Swans sein wird.

Der neue Trainer Anton Mirolybov und seine Assistantcoaches, sein finnischer Landsmann Aleksi Koskinen und unser letztjähriger Nachwuchscoach Nabil Murad versuchen mir ihrem Stil den Swans neue Tugenden zu vermitteln, die es jetzt umzusetzen gilt. Die Neuzugänge sind erwartungsgemäß zum Teil natürlich noch Fremdkörper im Gmundner Spiel. Im Supercupspiel sah man allerdings schon wohin die Reise gehen soll. Aggressive Defensive und schnelles Spiel nach vorne, sollen dem Team neues Leben einhauchen. Nationalteamspieler Benjamin Güttl ist einer der Neuen, der allerdings nicht näher vorgestellt werden muss. Er hat schon oftmals in den zahlreichen Spielen mit seinem ehemaligen Verein, den Traiskirchen Lions, gegen Gmunden seine Klasse gezeigt, ein Grund weshalb alle Verantwortlichen im Verein froh sind, ihn jetzt in den eigenen Reihen zu sehen. Javion Ogunyemi hat schon Europaerfahrung bei seinen ehemaligen Arbeitgebern Atomeromu in Ungarn und Apollon Limassol auf Zypern gesammelt, was sicher von Vorteil ist. Jeder weiß, wie lange oft eine Umstellung auf europäische Verhältnisse dauern kann. In seinem Senior Year auf dem Siena Saints College wurde er im Abschlussjahr 2015/16 zum „Defensive Player of the Year“ gewählt. Gute Vorzeichen für die vorhin erwähnte aggressive Defense, die vom Coach eingefordert wird. Jordan Loveridge ist der zweite US-Legionär, der ebenfalls schon in Europa gespielt hat. Er war sowohl in der deutschen BBL bei Göttingen unter Vertrag, wie beim ungarischen Spitzenclub aus Körmend, dem Schweizer Verein BBC Lausanne und letztes Jahr in der polnischen EBL bei Miasto Szkla Krosno.

Wir werden die Entwicklung mit Spannung verfolgen, genauso wie den Auftakt in die neuformierte Liga. Wir wünschen dem gesamten Team mit seinen Coaches einen guten Start in eine hoffentlich verletzungsfreie Saison.

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