17.05.2019

Vorschau Semifinale # 2

Das war ja wohl der beste Beginn der Semifinalserie, den man sich wünschen konnte. Die nach den fünf Spielen im Viertelfinale teilweise geschwächten Schwäne bezwangen die GUNNERS in deren eigener Halle nach einer Verlängerung mit 94:92. Und in Oberwart zu gewinnen ist bei Weitem keine leichte Aufgabe: Bis dahin mussten die Burgenländer in dieser Saison erst zwei Niederlagen vor heimischem Publikum hinnehmen, dem gegenüber standen 18 Siege. Seit neun Spielen waren sie in der Sporthalle Oberwart ungeschlagen, zudem verloren die SWANS die letzten fünf Auswärtsspiele in Folge.

Aber wie man gesehen hat, geht jede Serie – ob positiv oder negativ – einmal zu Ende.
Ob man dieses Kunststück noch einmal wiederholen kann, zeigt sich schon sehr bald im Halbfinale Nummer 2:

Unger Steel Oberwart GUNNERS – BASKET SWANS Gmunden?
Samstag, 18.05.2019, 19:00 Uhr, Sporthalle Oberwart

Wieder muss also die Reise vom Traunsee ins Südburgenland angetreten werden und davor wird sicher noch das erste Halbfinale genau analysiert und dabei sticht vor allem eine Statistik heraus, und es war keine von den Schwänen: 24(!!!) Offensive-Rebounds konnten die Gunners greifen, dass man trotzdem noch den Sieg geholt hat liegt an der sonst starken Defense (man konnte 20 Turnover erzwingen) und dem exzellenten Teamplay. Den Unterschied machte schlussendlich dann die Freiwurfquote (91% / 64%).

Für einen möglichen weiteren Sieg sollte man aber vor allem zwei Gegenspieler in den Griff bekommen: Bei Hayden Lescault (21 Punkte/11Assists) hat es am Mittwoch vor allem dank eines beherzten Matthias Linortner schon halbwegs gut geklappt (er wurde zu 11 Turnovers gezwungen), bei Christopher Tawiah (15 Punkte/16 Rebounds) muss man vor allem unter dem Brett stark dagegenhalten und darf nicht mehr so viele Offensivrebounds (9!) zulassen.

Einen Umstand sollte sich das Team und die Trainer zur mentalen Unterstützung auch in Erinnerung rufen: Auch in der letzten Saison wurde das Viertelfinale gegen die DUKES bis zum Entscheidungsspiel geführt (zwar nur auf best of three, aber trotzdem) und in der Folge das Semifinale trotz Heimvorteil der LIONS mit einem Sweep durch unsere Schwäne entschieden. Soweit ist es natürlich noch lange nicht, aber man darf wohl darüber reden bzw. schreiben oder zumindest davon träumen.

Aber jetzt zurück in die Gegenwart: es hat sich wieder gezeigt, dass Schwäne, die eine geschlossene Gruppe bilden und sich im Formationsflug bewegen, kaum zu halten sind. Und genau darauf muss man sich auch beim Aufeinandertreffen am Samstag konzentrieren. Die Verantwortung kann dabei bereits in der Starting Five auf mehrere Schultern verteilt werden und auch die Unterstützung von der Bank kann sich sehen lassen. Nach wie vor nicht ganz gesund ist leider Toni Blazan und sein Einsatz daher fraglich. Das ganze Team wird wieder sein Bestes geben, damit Coach Bernd Wimmer jun. den frischgekürten „Coach of the Year“ Horst Leitner nach der Partie überstrahlen kann.

Der Weg ist zwar weit, aber ein Burgenlandausflug an einem Samstag mit spannendem Abendprogramm ist ja auch verlockend.

GO SWANS GO