30.03.2019

Weitere Niederlage gegen die Bulls

Die Swans müssen sich leider ein weiteres Mal den Bulls geschlagen geben. Kapfenberg ist damit alleiniger Tabellenführer, man bleibt aber mit Oberwart weiterhin punktgleich auf Platz 3, da die Gunners ebenfalls überraschend in Wien gegen den BC Vienna verloren.

Zum Spiel: Die Swans erwischten den besseren Start in die Partie und konnten sich rasch mit 15:5 absetzen. Doch nach der Auszeit von Kapfenberg-Coach Coffin übernahmen die Bulls immer mehr die Kontrolle im Spiel und arbeiteten sich nach und nach wieder auf 22:21 heran. Gmunden tat sich schwer den Ball in die Zone zu bekommen - Nelson-Henry und Sarlija hatten Brummitt und White gut im Griff. Aber man konnte immer wieder Dreier und Mitteldistanzwürfe verwandeln, so konnte man vom Score her mit den Steirern mithalten. Im Laufe der ersten Halbzeit stellten die Swans dann auf Zonen-Verteidigung um, doch Kapfenberg killte diese mit drei Dreiern in Folge. Im Anschluss suchten sie immer mehr die beiden Center unter dem Korb, die sich dort aus Gmundner Sicht zu oft durchsetzten und sich so mit 36:41 absetzen konnten.

Kapfenberg blieb auch in der zweiten Hälfte die Mannschaft, die die Partie im Griff hatte. Sie konnten sich gleich in den Anfangsminuten des dritten Viertels mit zehn Punkten absetzen. Doch die Swans schafften es durch gute Set-Offense und etwas mehr Einsatz als in der ersten Hälfte den Rückstand zu halbieren. Die Arbeit am Rebound war dann besser und man konnte für einige Minuten die Intensität hochhalten. Murray setzte dann White perfekt in Szene, der schön per Dunk vollenden konnte. Es war allerdings der letzte Höhepunkt aus Gmundener Sicht, denn dann begann Kapfenberg wieder intensiver und besser zu verteidigen. Danach fielen die Würfe auch wieder, Gmunden hatte keine Antworten mehr und konnte den Rückstand, der im dritten Viertel entstand, nicht mehr verkürzen. Unterm Strich gewannen die Bulls das Duell um die Tabellenführung in der ABL deutlich und verdient mit 68:81.

Fazit:
Mit so wenig Einsatz kann man gegen keinen Gegner gewinnen. Die Swans waren heute nicht „ready“, schenkten den Kapfenbergern viel zu viele Offensivrebounds und war einfach in zu vielen Aktionen zu schläfrig um hier als Sieger vom Feld zu gehen. Die Bulls haben hier heute nicht den Basketball neu erfunden, sondern einfach ihre Stärken forciert und über fast 40 Minuten (mit Ausnahme der Anfangsphase) einfach konzentriert Basketball gespielt.

Endstand: 68 : 81 (22:21, 36:41, 52:63) für Kapfenberg

Beste Werfer:

Für Gmunden:
White 13, Blazan 12, Murati 11, Brummitt u. Murray je 10, Friedrich 5, Schartmüller 4, Linortner 3
Für Kapfenberg:
Ford 21, Wilson 19, Vujosevic 18, Coffin 9, Nelson-Henry 6, Sarlija u. Stegnjaic je 4


Stimmen zum Spiel:

Markus Pinezich, Assistent-Coach der Swans: „Wenn du 23 Punkte aus Offensiv-Rebounds zulässt und Kapfenberg dadurch 13 Wurfversuche mehr hat, kann man froh sein, dass man nur um 13 Punkte verloren hat.“

Richard Poiger, sportlicher Leiter der Swans: „Man sieht, dass wir zurzeit mehr mit uns beschäftigt sind, als mit dem Gegner. Deswegen tun wir uns auch am Spielfeld sehr schwer. Trotzdem haben wir jetzt noch einen Monat Zeit, um dann in den Playoffs topfit und ready zu sein.“

Mike Coffin, Headcoach der Bulls: “Nach einem eher schwachen Start haben wir Energie ins Spiel gebracht und meine Spieler haben die Vorgaben perfekt umgesetzt. Hut ab vor der Mannschaft, dass sie hier so aufgetreten ist. Wir haben verdient gewonnen.“