19.11.2017

Weiterer Sieg gegen Panthers

Die Gmunden Swans können auch gegen die Fürstenfeld Panthers siegen und stehen damit erstmals in dieser Saison alleine an der Tabellenspitze.

Die Swans müssen Daniel Friedrich vorgeben, der über Rückenbeschwerden klagt. Auch ohne ihren etatmäßigen Pointguard starten die Hausherren aber wie aus der Pistole geschossen und führen rasch mit 8:0 (3.). Dann dauert es allerdings bis zur zehnten Minuten, bis es die erste zweistellige Führung der Schwäne gibt (22:12), nach einem Viertel liegt Gmunden mit 25:12 voran. Nach Wiederbeginn bleiben die Swans weiter am Drücker und erhöhen bis zur 14. Minute auf 31:14 - Auszeit Panthers. Es folgt eine gute Fürstenfelder Phase und beim Stand von 31:21 folgt das erste Gmundner Timeout (16.). Das kann die Aufholjagd der Gäste aber nicht stoppen, sie kommen bis auf 34:30 heran (19.), erst zwei erfolgreiche Angriffe der Swans zum Halbzeitende gestalten den Vorsprung der Hausherren wieder ein bisschen komfortabler.

Nach Wiederbeginn können die Swans ihren Vorsprung langsam aber sicher wieder erhöhen, in der 25. Minute liegen sie wieder mit 14 Zählern voran (53:39). Bis zur letzten Viertelpause verkürzen die Panthers um einen Punkt, mit 62:49 geht es in den vierten Abschnitt. Dort können die Schwäne ihren Vorsprung gut verwalten, näher als auf 10 Punkte kommen die Gäste nie heran (74:64, 36.). Die Schlussphase wird dann noch von einer schweren Verletzung von Paul Radakovics überschattet, der nach einem Zusammenstoß mit einem eigenen Spieler 40 Sekunden vor Spielende mit der Rettung ins Krankenhaus gebracht werden muss. Beide Mannschaften einigen sich angesichts dieser Umstände darauf, die letzten 40 Sekunden herunterlaufen zu lassen, ohne eine weitere Aktion zu starten, die Begegnung endet mit gedrückter Stimmung und einem 86:72-Erfolg der Schwäne.

Fazit:
Haben wir schon einmal über den fehlenden „Killerinstinkt“ unserer Mannschaft gesprochen? Heute lieferten sie leider wieder ein Paradebeispiel dafür, wie man den Gegner nach einem 31:14-Vorsprung wieder zum Leben erweckte, verdient leider schon das Prädikat „grob fahrlässig“. Da geht dann leider etwas unter, dass unsere Mannschaft in den ersten vierzehn Minuten der Begegnung ein ausgezeichnetes Spiel bot und (scheinbar) alles unter Kontrolle hatte. Das war auch danach wieder der Fall, allerdings nicht mehr ganz so souverän wie zum Beginn des Spieles: Trotzdem hatte man nie das Gefühl, dass man das Spiel noch verlieren könnte, was unter anderem auch daran lag, dass man Fürstenfeld-Star Marko Car ausgezeichnet unter Kontrolle hatte, er machte seinen zweiten Korb erst drei Minuten vor dem Spielende. Dafür zeichnete unter anderem Toni Blazan verantwortlich, der auch offensiv eine hervorragende Leistung bot und damit ausgezeichnet für den dieses Mal verletzten besten Spieler der Kapfenberg-Begegnung, Daniel Friedrich, in die Bresche sprang. Das zeichnet sich auch als die größte Stärke der Swans in dieser Saison ab: Enis Murati spielt immer stark und erhält immer wieder von verschiedenen Kollegen ausgezeichnete Unterstützung, so sind wir schwer auszurechnen.

Noch ein Wort zum Ende der Begegnung: Wir wünschen dem verletzten Spieler der Panthers, Paul Radakovics, auf diesem Wege alles Gute und eine rasche Genesung!

Und zum Abschluss ein Fazit nach einem Viertel der Meisterschaft: Die Swans liegen mit 7 Siegen und nur einer (unglücklichen) Niederlage an der Tabellenspitze, wer hätte das gedacht. Die Mannschaft wirkt kompakt, die jungen Spieler haben sich weiterentwickelt, immer wieder sind es wie schon erwähnt verschiedene Akteure, die ein Ausrufezeichen setzen können. Grund zum zurück lehnen in der Nationalteampause gibt es aber keinen: Nach dem nächsten Spitzenspiel zu Hause gegen die Dukes sind dann sechs der folgenden neun Begegnungen auswärts – das wird eine echte Nagelprobe und endgültig zeigen, wo die Reise heuer hingehen kann …

Endstand: 86 : 72 (25:12, 39:30, 62:49) für Gmunden

Für Gmunden: Blazan 26, Murati 25, Klette 12, Mitchell 10 (10 Ass.), Linortner 7, Gaidys u. Schartmüller je 3

Für Fürstenfeld: Ochsenhofer 15, Wesley 13, Radakovics 12, Reyes 8, Car u. Ernst je 7, Gaspar 6, Neudecker u. Reinelt je 2